Morgengruß von Helmut Harff: Er klappert wieder in der Lausitz

Gestern sah ich wieder Meister Adebar auf einem Horst



Pünktlich zum heutigen Beginn des meteorologische Frühlingsanfangs sah ich gestern den ersten Storch hier in Forst/Lausitz. Eigentlich erwartet man die ja erst ab Mitte März.


Ich gehe davon aus, dass „mein“ Storch ein Männchen ist, denn die kommen zumeist vor den Weibchen an. Meister Adebar muss sich erst einmal als Hausmann beweisen. Frau Storch möchte den Horst wieder hergerichtet. An dieser seit Jahrtausenden praktizierten Arbeitsteilung wird bei Storchs garantiert nichts geändert. Es hat sich augenscheinlich bewährt.

Doch der Storch hat noch mehr für uns zu bieten. Er gilt seit altersher als Glücksbringer – zumindest bringt er uns den Frühling. Das gilt im Übrigen für Christen wie Moslems. Warum er die Kinder bringen soll? Ganz genau weiß man das nicht, doch zum Glück gehört der Nachwuchs. Da ist es der Job des Glücksboten, den Nachwuchs zu liefern. So lässt sich wohl auch erklären, woher Brüderchen und Schwesterchen stammt, ohne die Bienchen zu bemühen oder die Wahrheit zu sagen.

Ein Lieblingsspruch meines Vaters war: Da brat' mir einen 'nen Storch, aber die Beene recht knusprig“. Der zweite Teil war wohl eine berlinerische Zugabe zu dem Spruch, den man benutzt, wenn etwas wirklich Unglaubliches passiert ist.
Dabei brät man keinen Storch, denn das bedeutet Unglück. Schon im Alten Testament steht er auf der Liste derjenigen Tiere, die nicht gegessen werden  sollten. Ob der damals doch die Kinder brachte?

Na egal, zu meinem Frühstück mit der  Besten Frau der Welt gibt es keinen Storch.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Sonntagsfrühstück.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Arnold

Foto: Pixabay

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