
Die Tage werden wieder länger, der Himmel heller – und in den Läden, auf Märkten und in den Gärten tauchen erste Farbtupfer auf. Die früh blühenden Blumen sind wie ein freundliches Versprechen, dass es jetzt wirklich wieder wärmer wird. Die Vorfreude kann man auch ganz einfach zu Hause wecken: Im Topf oder in der Vase verbreiten Frühblüher Frühlingsstimmung.
Zu den beliebtesten Frühblühern in Deutschland gehören Primeln, Narzissen, Hyazinthen, Krokusse und Traubenhyazinthen. Und natürlich die Tulpen – für viele der Inbegriff des Frühlings. Sie begeistern mit ihrer Sortenvielfalt: Ob klassische Triumph- und Darwin-Tulpen mit schlichten Kelchen, elegante lilienblütige Tulpen mit spitzen Blütenblättern, romantische gefüllte Sorten, extravagante Papageien-Tulpen mit ausgefransten Rändern oder zarte Wildtulpen – da gibt es für jeden Stil eine passende Form und Farbe. 1000 gute Gründe, sich einmal näher mit dieser Vielfalt zu beschäftigen.
Frühblüher im Topf sind pflegeleicht
Alle Frühblüher lassen sich perfekt im Topf arrangieren, denn sie bleiben schön kompakt und brauchen wenig Pflege. Zudem sind sie langlebiger als ein Strauß reiner Schnittblumen, und nach der Blüte kann man sie sogar auspflanzen. Besonders schön wirken Frühblüher in Gruppen: So kann man niedrigere und höhere Pflanzen im Topf kombinieren, dazu passen dünne Zweige und Moos, um die Erde dekorativ abzudecken.
Wichtig ist vor allem eines: der richtige Standort. Er sollte hell, aber nicht zu warm sein. Direkt über der Heizung oder in der prallen Sonne schießen die Blüten schnell auf und welken bald. Besser ist ein frischer, heller Platz, etwa auf einer kühlen Fensterbank oder im Treppenhaus. Am besten ist es, die Töpfe erst nach innen zu holen, wenn die Knospen kurz vor dem Aufblühen stehen, und sie später wieder etwas kühler zu stellen, um die Blühdauer zu verlängern. Beim Gießen gilt: weniger ist mehr. Die Erde sollte leicht feucht sein, aber niemals nass, denn stehendes Wasser lässt die Knollen und Wurzeln faulen. Besonders Hyazinthen und kleine Narzissen sind genügsam, sie speichern Wasser in ihren Knollen. Wer den Pflanzen eine zweite Saison schenken möchte, kann insbesondere Zwiebeln nach der Blüte in den Garten oder einen großen Topf nach draußen setzen. Bei den Tulpen funktioniert das vor allem mit Wildtulpen und einfach blühenden Sorten gut. Die Blätter sollte man allerdings erst entfernen, wenn sie verwelkt sind, denn die Zwiebel sammelt damit Kraft für das nächste Jahr.
Schnittblumen machen Lust auf Frühling
Im Frühjahr besonders beliebt sind Tulpen in der Vase. Und auch andere Frühblüher wie Narzissen oder Ranunkeln verbreiten im Strauß ganz einfach gute Laune. Wer normalen Tulpen zusätzlich einen besonderen Look verpassen möchte, für den gibt es einen ganz simplen, aber effektvollen Tipp: Einfach ein Blütenblatt nach dem anderen von außen mit dem Daumen und von innen mit zwei Fingern umstülpen. Dadurch öffnet sich der Kelch weit und wirkt richtig wild und opulent.
Wie die meisten Schnittblumen – und wie auch die Pflanzen selbst – sollte man Frühblüher nicht in die pralle Sonne oder an die Heizung stellen. Je kühler der Raum, desto langsamer entwickeln sich die Blüten und desto länger hält die Pracht. Neben frischem Obst sollte man Sträuße ebenfalls nicht stehen lassen, denn Apfel, Banane und Co. geben das Reifegas Ethylen ab, das Blumen schneller verblühen lässt. Wie die allermeisten Schnittblumen schneidet man auch diese Blumen vor dem Einstellen in die Vase mit einem scharfen Messer frisch schräg an, zudem sollte das Wasser regelmäßig gewechselt werden. Aber manche brauchen auch eine Sonderbehandlung: Tulpen mögen nicht zu viel Wasser – ein paar Zentimeter im Vasenboden reichen völlig, frisch geschnittene Narzissen geben wiederum einen giftigen Saft ab, der die Leitungsbahnen anderer Blumen verkleben kann. Man stellt sie daher gerne zuerst eine Weile allein in die Vase. Beide freuen sich übrigens, anders als Sommer-Schnittblumen, über schön kaltes Wasser.
Frühblüher sind zum Winterende und Frühlingsanfang nicht nur Dekoration, sondern setzen mit ihren frischen Farben ein Zeichen: für Wiederanfang und Lebensfreude. Ob ein kleiner Topf mit blühenden Primeln auf dem Schreibtisch, Hyazinthen als Willkommensgruß an der Tür oder ein lockerer Tulpenstrauß im Wohnzimmer, sie machen ohne viel Aufwand gute Laune. Tolle Ideen für die Dekoration hat die Initiative „Blumen – 1000 gute Gründe“ auf der Website www.1000gutegruende.de und bei Facebook oder Instagram, zum Beispiel für einen pastelligen Strauß oder eine bunte Pflanzschale. Da kann der Frühling kommen!
Foto: Pixabay
Der Frühling zieht ein
Mit Primel, Narzisse, Tulpe und Co. holen wir uns den Frühling nach Hause
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