Morgengruß von Helmut Harff: Das Glas nur halb voll?

Das ist keine gute Idee



Ich bin nun 71, fast jeden Tag kommt ein Wehwehchen – viele leider wirklich belastend – hinzu. Alt werden ist einfach doof, tut weh und belastet. Dabei rede ich nicht von grauen Haaren oder anderen Äußerlichkeiten. Ich rede von dem, was wirklich belastet, von der Fahrt im Krankenwagen, nicht im Cabrio.


Da kann schnell Frust aufkommen und so ganz ohne geht es wahrscheinlich auch nicht. Doch was hilft Frust, was hilft es, sich in seinen Kokon einzuigeln, sich zu vergraben, die Welt für schlecht zu halten und mit Gott zu hadern? Wer jemals in einer verdammt miesen Situation war, weiß, dass das nichts, aber auch gar nichts hilft – ganz im Gegenteil.

Doch was bleibt? Das beste aus seiner Situation machen, nicht darüber nachdenken, was alles gerade nicht geht, was noch alles passieren kann. Das beste aus der Situation machen heißt, zu sehen, was geht, welche Chancen sich bieten, nicht um jeden Arzt einen großen Bogen zu machen, nicht zu Stolz sein, sich Hilfe zu holen. Man muss in das Glas vor einem sehen und sich darüber freuen, dass das noch immer halb voll ist.

Das beste, was man machen kann, ist zu lieben und sich lieben zu lassen, das Leben in vollen Zügen genießen, zu lächeln, das Leben zu genießen. Ich kann es auch kürzer sagen: Mein Frühstück und mein Leben mit der Besten Frau der Welt zu genießen. 

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Lucia

Foto: Pixabay

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