
Ostern, das ist der Grundmythos der christlichen Welt. Es ist der Tag der Auferstehung des am Freitag zuvor gekreuzigten Jesu. Es ist das Versprechen, dass das Leben nicht mit dem Tod beendet ist.
Das feiern wir heute, das glauben die Christen, egal welcher Konfession. Das berichten auch alle vier Evangelisten. Die berichten aber auch von Maria Magdalena, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome und der Feigheit der Männer. Letztere verkrochen sich nach der Verhaftung Jesu, dem sie sonst überall hin folgten, sich von im aushalten ließen. Und wer blieb an Jesus Seite, als er durch die Straßen getrieben wurde, als man ihn kreuzigte? Wem offenbarte der Engel an dem Tag, an dem wir heute Ostern feiern, "Er ist nicht hier – er ist auferstanden!"? Ja, es waren nur die Frauen, allen voran Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus.
Ja, da war Maria Magdalena, die man als „Frau mit schlechtem Ruf“ bezeichnete, der Jesus als erster nach seiner Auferstehung begegnet sein soll. Gute Frauen, Mütter aber eben auch eine, die man gerne mal als Hure bezeichnet, waren es, die Ostern eigentlich erst möglich machten. Da war kein Mann weit und breit.
Nun verstehe ich nicht, dass wir neben der Auferstehung nicht vor allem die Frauen, die ehrbaren und auch die ehrlosen feiern, verehren. Ostern, das ist der eigentliche Frauentag, der Frauentag der Christenheit. Die Frauen mussten damals nicht an ein Wunder glauben, sie erlebten es hautnah.
Ich verehre wie jeden Tag die Beste Frau der Welt – nicht nur beim Frühstück.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Crescentia, Vinzenz F., Juliane
Bild: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Das Osterwunder
… gäbe es ohne die Frauen nicht
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