Gestern hörte ich die Osterpredigt von Papst Leo XIV. Er forderte andere Christenmenschen - die wie er Führer eines Landes sind, die wie er über bewaffnete Kräfte verfügt, die wie er an den Auferstandenen glaubt - auf, Frieden zu machen, für Frieden in der Welt zu sorgen. Er forderte das so, dass das auch die Herren Trump, Putin oder auch Selenskyj – um nur drei zu nennen – das verstehen müssten.
Doch entweder die haben die Predigt eben gar nicht gehört, sind taub oder nicht in der Lage zu verstehen, was Leo ihnen da zurief. Was machen die drei Kriegsherren und viele andere an Ostern? Sie drohen mit Vernichtung und sie vernichten, sie töten – als ob es Ostern gar nicht gäbe.
Was soll der Papst machen außer reden, außer mahnen. Früher haben die Päpste Menschen, die nicht folgsam waren, mit einem Bann belegt, sie für vogelfrei erklärt. Schön, Putin oder auch Selenskyj sind keine Angehörigen der Papstkirche, sie haben sozusagen ihre eigenen Kirchen. Und doch, es wäre schon ein starkes Signal, kriegsführende Männer und Frauen für gottlos zu erklären, sie dem Teufel zu überlassen. Na ja, den kennen sie ja sehr gut, schließlich sind ja all diese Kriegsherren ohnehin Teufel oder des Teufels. Wer welchen Vorteils willen auch immer das Leben von anderen Menschen egal ist, dem ist auch egal, dass er irgendwann in der Hölle landen.
Wobei, unter dem Begriff vogelfrei las ich folgendes: „Vogelfrei“ ist ein mittelalterlicher Begriff für eine Person, die von der Obrigkeit aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurde. Sie standen außerhalb des Schutzes des Gesetzes, und konnten von jedem straffrei getötet werden. Ob das den auch an Ostern morden lassenden wirklich gefallen würde?
Mir gefällt jetzt mein Ostermontag-Frühstück mit der Bestes Frau der Welt.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Feiertagsfrühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Sixtus, William
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