Die aktuellen Gesundheitsnachrichten mit Michael Weyland

Thema heute: Paukenschlag – wie Bundesgesundheitsministerin Nina Warken Kosten drücken will



Jetzt ist die Katze aus dem Sack! Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat ihre Pläne zur Gesundheitsreform vorgestellt und damit dürfte sie sich nur wenige Freunde machen. Denn zumindest für die Versicherten wird es wohl erheblich teurer werden.


Also für GESETZLICH Versicherte. Wir schauen uns mal einige ihrer Vorstellungen an, mit denen sie sich vermutlich erheblich mehr Feinde als Freunde machen wird. Beginnen wir mit der Mitversicherung von nicht berufstätigen Ehepartnern. Diese sind bisher beitragsfrei mitversichert, dies soll massiv eingeschränkt werden. Ab 2028 müssten diese Personen auch Beiträge zahlen, die Höhe soll sich an dem Einkommen des Hauptversicherten orientieren, der Satz soll in der Regel bei 3,5 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens des Hauptversicherten liegen. Sollte es dann dazu kommen, dass auch das Ehegattensplitting wegfällt, stehen diese Familien vermutlich wirtschaftlich deutlich schlechter da als bisher.

Zwar sollen Eltern von Kindern unter sieben Jahren sowie von Kindern mit Behinderung, pflegende Angehörige und Rentner ausgenommen werden, aber die Belastung für diese Personengruppe wird dennoch steigen, denn Frau Warken hat eine weitere Einnahmequelle aufgetan. Die Zuzahlungen für Medikamente. Statt den aktuellen Zuzahlungen von 5 bis 10 Euro sollen künftig 7,50 bis 15 Euro bezahlt werden. Also schlicht mal 50% mehr als bisher! Sprich: Wer häufiger Medikamente benötigt, legt auch dort drauf!

Und auch an das Krankengeld will Frau Warken die Axt anlegen. Hier ist die Rede von Karenztagen, an denen die Arbeitnehmer Lohnausfälle haben, zudem denkt sie über eine kürzere Lohnfortzahlung nach. Da Letzteres nicht in ihre Zuständigkeit fällt, sondern in die des Arbeitsministeriums, kann sie ihre Hände in Unschuld waschen. Den betroffenen Familien wird es aber ziemlich egal sein, welches Ministerium ihnen das Einkommen kürzt!

Spätestens hier stellt sich die Frage nach den Grundsicherungsempfängern, die monatlich laut ntv rund 400 Euro kosten, wobei sich der Bund mit einem bescheidenen Zuschuss von nur etwa 140 Euro einen schlanken Fuß macht – oder sollen wir sagen, sich aus der Verantwortung stiehlt? Also subventionieren die Versicherten jeden Grundsicherungsempfänger mit 260 Euro. Pro Monat, wohlgemerkt. Die Quittung wird die Koalition mit absoluter Sicherheit im Herbst bekommen. So oder so! Bei den Wahlen im Osten Deutschlands.

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