Ein sanfter Frühsommer in Südtirol

Geheimtipps abseits der bekannten Pfade



(djd). Südtirol ist bei vielen Reisenden beliebt, und das aus gutem Grund: Diese Einheit von alpiner Natur und mediterraner Lebensart ist wohl einzigartig in Europa. Doch gerade in der Randsaison versprechen viele Orte noch Ursprünglichkeit, Ruhe und Beschaulichkeit.

Im Frühsommer, wenn die Natur erwacht und die Gärten erblühen, gelten sie als Geheimtipps für alle, die sich selbst und ihrer Umgebung mit Achtsamkeit begegnen möchten. Das gilt zum Beispiel für Südtirols Norden: In Freienfeld können Wandernde uralten Pilgerwegen wie der Via Romea folgen, dem Romweg eines norddeutschen Abts aus dem 13. Jahrhundert. Im oberen Eisacktal laden Themenwege zu besinnlichen Naturerlebnissen ein, etwa der fordernde Energie- und Kraftweg in Ladurns oder der für Familien geeignete Bienenweg bei Maria Trens. Am Wegesrand bieten Bauernhöfe ihre saisonalen Spezialitäten an, zum Übernachten stehen erstklassige Hotels, Landhäuser, historische Gästehäuser und Höfe bereit.

Langsamkeit als Lifestyle

Auch in den Dolomiten wird die Langsamkeit als Lifestyle entdeckt: Unter dem Motto „Odles Slow Dolomites“ haben sich zum Beispiel die ursprünglichen Täler Villnöss und Lüsen dem sanften Tourismus im UNESCO-Weltnaturerbe verschrieben. 

Neben dem Dolorama-Weitwanderweg bieten sie Frühlingswanderungen, Waldbaden und Spaziergänge zur Obstblüte an. Bei den Mehrtageswanderungen „Dolomites Ronda“ stehen täglich verschiedene Schwierigkeitsgrade zur Auswahl, und das Gepäck wird transportiert. Bei den „Slow Bike Tours“ geht es für Mountain- und E-Biker nicht um Geschwindigkeit oder steile Abfahrten, sondern um sanftes Gleiten durch die Natur und kulinarischen Genuss, etwa in Slow-Food-Betrieben. Unter www.suedtirol.info sind Regionen und Betriebe zu finden, die mit dem Südtiroler Nachhaltigkeitslabel ausgezeichnet wurden. 

Nachhaltig unterwegs in klarer Höhenluft


Nicht nur umweltfreundlich, sondern auch bequem ist es in Südtirol, ohne Auto anzureisen oder es vor Ort stehen zu lassen. Denn Übernachtungsgäste bekommen bei fast allen Gastgebern den Südtirol Guest Pass, der die unbegrenzte Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel enthält, von Regionalzügen über Busse bis hin zu Seilbahnen. Wer etwa die Natur rund um Sulden am Ortler mit allen Sinnen erleben möchte, kann in der Reinluftwoche Anfang Juli an Freiluft-Yoga und geführten Wanderungen teilnehmen. Im Vinschgau ist auch das abgeschiedene Bergsteigerdorf Matsch ein guter Tipp für Ruhesuchende: In einem urigen Seitental am Alpenhauptkamm liegt es zwischen Lärchenwäldern, Almen und steilen Gipfeln. Hier locken Wanderungen verschiedenster Schwierigkeitsgrade, etwa zur Matscher Alm und Obretteshütte oder an die Saldurseen.

Foto: djd/Harald Wisthaler

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