
Die Beste Frau der Welt verdankt ihrem Ruf auch der Tatsache, dass sie gleich mehrere Menschen betreut, die sich selber nicht mehr um ihre Finanzen und andere Dinge kümmern können. So entführten wir eine Betreute an ihrem 91. Geburtstag ins Berliner „Rausch Schokoladenhaus“ am Gendarmenmarkt.
Die Dame wohnt in einer Einrichtung des Unionhilfswerk. Dort holten wir sie ab. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machten alle einen entspannten, ja fröhlichen Eindruck, lächelten. Klar, dass sie auch etwas bestimmt auftreten müssen. Mir fiel auf, dass alle trotz Dienstkleidung darauf wert legten, hübsch zu sein.
Hübsch und vor allem sehr zuvorkommend waren auch die Damen und Herren im „Rausch Schokoladenhaus“. Ob das an der leckeren Schokolade liegt, die wir genossen? Es machte Spaß, so umsorgt zu werden.
Dann passierte es – das Geburtstags“kind“ verfehlte den Autositz und landete auf der Straße. Ich war nicht in der Lage, ihr wieder aufzuhelfen. Wie aus dem Nichts bot ein junger Mann seine Hilfe an. Doch wir mühten uns vergebens. Ein weiterer junger Typ half uns und eins, zwei drei, lächelte die alte Dame wieder. Ja, so sind die Berliner!
Ich genieße jetzt mein Frühstück mit der Besten Frau der Welt – einer Fast-Berlinerin.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Pankratius, Imelda, Joana
Foto: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Ja, ja, diese Berliner
… sind weit netter als ihr Ruf
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