Erste Hilfe nach dem Stich

Was nach einem Insektenstich bei Hund oder Katze zu tun ist



(djd). Insbesondere bei gutem Wetter verbringen Hunde und Katzen vermehrt Zeit an der frischen Luft. Auf Wiesen und in Gärten sind nun allerdings auch wieder Bienen, Hummeln und andere Insekten unterwegs. Kommen neugierige Vierbeiner ihnen zu nahe, kann es schnell zu einem schmerzhaften Stich kommen. Wir erklären, was Tierhaltende für diesen Fall wissen sollten.

Insektenstiche erkennen und behandeln


Jault ein Tier beim Tollen auf der Wiese plötzlich auf, kann das auf einen Insektenstich hinweisen. Auch Desorientierung, Humpeln, Schwellungen oder das Lecken an der Einstichstelle sind typische Anzeichen. „Meistens sind Insektenstiche ungefährlich für Hunde und Katzen“, sagt Dr. Ines Holz, Tierärztin von Pfotendoctor, einem Partnerunternehmen der Agila Haustierversicherung. Wichtig sei, das Tier zu beruhigen und sich um die Einstichstelle zu kümmern. Steckt noch ein Stachel in der Haut, sollte er vorsichtig mit einer Pinzette entfernt werden. Anschließend hilft kühlen, um die Schwellung und Schmerzen zu lindern. Damit sich die Stelle nicht entzündet, sollte das Tier den Stich nicht aufkratzen oder ablecken.

Wenn Kühlen nicht mehr hilft

Hat der Vierbeiner eine Biene geschnappt oder verschluckt, ist Vorsicht geboten. „Wird ein Tier im Maul- oder Rachenbereich gestochen, kann eine Schwellung zu Atemnot führen“, erklärt Dr. Holz. Warnzeichen sind beispielsweise Röcheln, Würgen oder eine flache, schnelle Atmung. Auch viele Stiche auf einmal können gefährlich werden, etwa wenn ein Vierbeiner in einen Schwarm geraten ist: Das viele Gift kann lebensbedrohlich sein. In beiden Fällen gilt es, so schnell wie möglich die nächste tierärztliche Praxis aufzusuchen. Die Behandlungskosten übernehmen Tierkrankenversicherungen wie Agila im Rahmen der jährlichen Versicherungssumme.

Allergische Reaktionen erkennen

Hunde und Katzen können wie Menschen allergisch auf einen Insektenstich reagieren. Schwellungen, Erbrechen, Speicheln, Zittern und Benommenheit sind mögliche Schocksymptome. Im schlimmsten Fall können Schwellungen die Atemwege verengen. Zeigt das Tier solche Reaktionen, sollte es schnellstmöglich tierärztlich behandelt werden. Generell können sich Haltende bei einer festgestellten Insektenallergie in der Tierarztpraxis zu Behandlungen mit Medikamenten oder einer Desensibilisierung beraten lassen. 

Um das eigene Tier vor Insektenstichen zu schützen, hat die Agila Haustierversicherung drei Tipps: 
1. Trainieren, dass Insekten nicht gejagt werden.
2. (Nass-)Futter nicht lange stehen lassen, Futternäpfe gründlich reinigen und Trinknäpfe auf Insekten kontrollieren.
3. Blumenwiesen und Obstbäume meiden, denn insbesondere hier tummeln sich viele Insekten.

Foto: djd/www.agila.de/Alexandra Hollstein - stock.adobe.com

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