Wie KI das Arztgespräch bereichern kann

Eine automatische Dokumentation ermöglicht mehr Zuwendung zum Patienten



(djd). Viele Menschen haben das beim Arztbesuch schon erlebt: Man sitzt im Sprechzimmer, schildert seine Beschwerden, doch der Blick des Doktors wandert immer wieder zum Bildschirm. Zwischendurch ein schnelles Nicken, er tippt, klickt, notiert Stichworte. Augenkontakt entsteht oft nur kurz. Für Rückfragen bleibt so wenig Raum, ein echter Austausch kommt kaum zustande.

Mehr Zuwendung zum Patienten


Genau dieses Spannungsfeld gehört in vielen Praxen zum Alltag: zuhören und dokumentieren – beides gleichzeitig. Eine Herausforderung. An dieser Stelle kann ein sogenannter KI-Sprechstundenassistent effektiv unterstützen. Die Praxis-Software soll Ärztinnen und Ärzte entlasten, indem sie Behandlungsgespräche – mit Einwilligung der jeweiligen Patienten – per Klick im Hintergrund transkribiert und strukturiert. Dienstleister wie Doctolib bieten solche Lösungen bereits an. Der Berliner Allgemeinarzt Dr. Gilbert Büchner beschreibt den Effekt so: „Der große Vorteil liegt nicht nur in der Zeitersparnis, sondern in der Zuwendung zur Patientin oder zum Patienten. Ich kann mich während der Konsultation voll auf das Gespräch konzentrieren, ohne nebenbei Notizen zu machen. Nach dem Gespräch liegt eine vollständige, strukturierte Dokumentation vor. Das verändert den Praxisalltag grundlegend.“ 

Bürokratischer Aufwand sinkt

Tatsächlich zeigen die bisherigen Erfahrungswerte, dass KI-gestützte Sprechstundenassistenten, die während der Konsultation automatisch dokumentieren, den Aufwand um über 70 Prozent reduzieren können. Unabhängig davon stehen laut Studien viele Patientinnen und Patienten künstlicher Intelligenz in der Medizin grundsätzlich offen gegenüber – vorausgesetzt, der Einsatz wird offen kommuniziert und die ärztliche Verantwortung bleibt klar erkennbar.

Transparenz und Datenschutz

Entscheidend sind Vertrauen und Transparenz: Wird die Unterredung komplett aufgezeichnet? Wo werden die Daten gespeichert? Wer hat Zugriff darauf? Weiterführende Informationen zum Thema finden sich etwa unter www.doctolib.de. Demnach erfolgt die Verarbeitung der sensiblen Gesundheitsdaten DSGVO-konform, und die Daten werden auf zertifizierten Servern in der Europäischen Union gespeichert. Zudem gelten Sicherheitsstandards sowie spezielle Vorgaben für Gesundheitsdaten. Wichtig: Die Patientendaten obliegen ausschließlich der Kontrolle der behandelnden Ärztinnen und Ärzte und werden nicht an Dritte weitergegeben.

Foto: djd/Doctolib/Getty Images/nortonrsx

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