
(djd). Schon mal die Oberlausitz besucht? Nein? Dann wird es Zeit, denn es ist eine der spannendsten Regionen Deutschlands. Sie überrascht mit gleich drei verschiedenen UNESCO-Stätten: dem prachtvollen Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, den Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine und dem Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Wer Welterbe ohne Hektik erleben will, ist im Osten Sachsens genau richtig.
Ein Park, zwei Länder: Das älteste Welterbe Sachsens
Seit 2004 zählt der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau zum UNESCO-Welterbe. Der weitläufige Landschaftspark im englischen Stil erstreckt sich auf deutschem und polnischem Gebiet beiderseits der Neiße und gilt als eines der bedeutendsten Werke europäischer Gartenkunst des 19. Jahrhunderts. Schöpfer war Hermann Fürst von Pückler-Muskau – ein Visionär, der sein Schlossgelände in eine begehbare Landschaftskomposition verwandelte. Um den Garten zu erkunden, gibt es drei Möglichkeiten: zu Fuß, auf dem Rad oder in der Kutsche. Wer kein eigenes Rad dabei hat, kann im Schlossvorwerk eines ausleihen.
Herausragende Raumplanung: Das jüngste Welterbe Sachsens
Die Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine dürfen sich seit 2024 UNESCO-Welterbe nennen und tragen damit den frischesten Titel dieser Art in Sachsen. Gegründet wurde die Gemeinde im 18. Jahrhundert, damals schufen die Mitglieder die erste religiöse Planstadt ihrer Art. Die einzigartige Raumplanung und Architektur ist charakterisiert durch eine symmetrische Anordnung, großzügige Plätze und Gemeinschaftseinrichtungen. Etwa ein Jahrhundert später entstand in der Brüdergemeine der berühmte Herrnhuter Stern, der als Ursprung aller Weihnachtssterne gilt.
Geschützte Natur betreten
Das UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist das einzige Biosphärenreservat Sachsens und eines der größten Teichgebiete Deutschlands. Durch jahrhundertelange Teichwirtschaft ist hier eine Kulturlandschaft aus Wasserflächen, Heiden und Wäldern entstanden, weitläufig und ruhig. Wer ein stilles Reiseziel sucht, zum Entschleunigen und Eintauchen in die Natur, findet hier den passenden Ort. Auf einer Rangertour erfährt man überdies spannende Hintergründe zur Landschaft und ihren tierischen Bewohnern.
Tipp: Informationen zu diesen und weiteren Welterbestätten in Sachsen wie der Montanregion Erzgebirge/Krusnohori oder zum immateriellen Kulturerbe wie dem Musikinstrumentenbau im Vogtland gibt es unter www.sachsen-tourismus.de/unesco2026. Um die drei vorgestellten UNESCO-Stätten zu besuchen, ist beispielsweise Görlitz der ideale Ausgangspunkt. Wer will, kann von hier auch noch einen Abstecher nach Polen oder Tschechien machen.
Foto: djd/Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen/Philipp Herfort
Sachsen überrascht mit UNESCO-Welterbe
In der Oberlausitz treffen Sachsens ältestes und jüngstes Welterbe auf Natur pur
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