Auf Lauschtour durch Bad Staffelstein

Die fränkische Stadt überzeugt mit vielen Sehens- und Hörenswürdigkeiten



(djd). Geschichtsträchtige Bauwerke, eine historische Kirche und erhaltene Stadtmauern: Bei einem Rundgang durch die Gassen von Bad Staffelstein kann man die über tausendjährige Geschichte des fränkischen Städtchens gut nachvollziehen. 

Oft steht man dann vor einem Denkmal, Turm oder Brunnen und hätte gerne mehr gewusst als das, was sich mit den Augen erfassen lässt. Mit der neuen Lauschtour wird dies nun möglich: Alle Informationen zur kostenlosen Lauschtour-App gibt es unter www.bad-staffelstein.de. Sie verbindet eine klassische Stadtführung mit moderner Technik. Besucherinnen und Besucher können die Altstadt eigenständig erkunden und erhalten an ausgewählten Stationen automatisch Hörbeiträge mit Informationen und Geschichten zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. 

Von Adam Riese bis zur Stadtmauer

Ausgangspunkt ist das Adam-Riese-Denkmal neben der Tourist Information. Der berühmteste Sohn der Stadt war ein Rechenmeister und Mathematiker. Durch seine Lehrbücher in deutscher Sprache gab er dem einfachen Volk Einblick in den Nutzen der Mathematik im täglichen Leben – „nach Adam Riese“ steht bis heute sprichwörtlich für eine korrekte Rechnung. Weiter geht es auf der rund 1,2 Kilometer langen Strecke zu Highlights wie der katholischen Pfarrkirche St. Kilian, dem Stadtmuseum, dem historischen Rathaus am Marktplatz sowie dem Stadtturm und der Stadtmauer. Insgesamt warten 16 Lauschpunkte. Wer möchte, kann die Tour noch um fünf weitere bis zum Bahnhof verlängern. Ein zusätzlicher Lauschpunkt im Kurpark führt an die Gradierwerke, wo Bayerns wohl wärmste und stärkste Thermalsole eingeatmet werden kann. Speziell für Kinder und Jugendliche gibt es zusätzlich eine interaktive Audioguide-Schnitzeljagd. Die „Rätseltour mit Adam Riese“ ist mit kniffligen Fragen und spannenden Entdeckungen ein echter Riesenspaß.

Bauten und Berge im „Gottesgarten“

Hat man den historischen Stadtkern erkundet, lohnt sich ein Blick in die Umgebung der Stadt, die nicht zu Unrecht „Gottesgarten am Obermain“ genannt wird. Auf der einen Seite erhebt sich das prunkvolle Kloster Banz auf einem Bergsporn, wo man die Klosterkirche und eine der ältesten Fossiliensammlungen Bayerns besichtigen kann. Auf der anderen Seite strahlt die barocke Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen, in der Tausende von Gläubigen jedes Jahr die Fürsprache der 14 Nothelfer erbitten. Dazwischen fließt die Lebensader Main, und über allem thront der markante Staffelberg, auf dem sich einst eine keltische Siedlung befand. Von seinem Hochplateau aus bietet sich ein fantastischer Ausblick über das Maintal, der an klaren Tagen bis zur Veste Coburg und zum Frankenwald reicht.

Foto: djd/Tourist Information Bad Staffelstein/Ronny Kiaulehn

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