Morgengruß von Helmut Harff: Ein Theater erfindet sich neu

… und erobert seine Stadt



Es gibt wohl kaum ein Land, in dem es so viele Theater gibt, wie eben in Deutschland. Die haben alle ein Problem – das Haus voll zu bekommen. Das geht auch dem Staatstheater Cottbus so. Das stellte gestern vor dem bis auf den letzten Platz gefülltem Großen Haus sein Programm für die neue Spielzeit vor.

Nun könnte man glauben, das man da „über die Dörfer“ geht, nur bekanntes, populäres auf den Spielplan des schönsten Jugendstiltheaters Deutschlands steht. Doch weit gefehlt. Das seine Auslastung erneut gesteigerte Haus hat ein Publikum in der Lausitzmetropole und Universitätsstadt, das offen für modernes Sprech- und Musiktheater, für modernes Ballett, für ein Orchester mit sehr breitem Repertoire ist. 

Das Vierspartenhaus will aber nicht nur in die eigenen Spielstätten einladen. Man will sich die Stadt erobern, das Theaterangebot dahin bringen, wo die Menschen sind, die sich vielleicht noch nicht um die Theaterkarten reißen. Man geht in Kindergärten und Schulen, auf die Marktplätze und Parks, in die Kirchen und andere Orte. So kommen die Cottbusser, aber auch die umliegenden Städte in den Genuss des Angebots des Staatstheaters Cottbus. Da ist es auch nur eine Randnotiz, dass erstmals seit Jahren die Eintrittspreise moderat angehoben werden. Die teuerste Karte wird 41 Euro kosten. Darüber kann man im nur anderthalb Stunden entfernten Dresden oder Berlin nur lachen.

Ich suche jetzt bei meinem Frühstück mit der Besten Frau der Welt die Theatertermine raus, für die wir schnell Karten kaufen werden. 

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Diana, Heinrich, Heinz, Olivia

Foto:
Staatstheater Cottbus

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