Die aktuellen Gesundheitsnachrichten vom 17. Juli 2026 mit Michael Weyland

Thema heute: Fast jeder Dritte hat gesundheitliche Probleme durch Hitze



Immer mehr Menschen leiden unter den Folgen extremer Hitze. Laut aktuellem DAK- Hitzereport berichtet inzwischen fast jeder und jede Dritte von gesundheitlichen Beschwerden durch hohe Temperaturen. Frauen haben fast doppelt so häufig Gesundheitsprobleme wie Männer.


Die repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit zeigt, dass Symptome wie Müdigkeit, Schlafprobleme und Kreislaufbeschwerden am häufigsten vorkommen. Besonders betroffen von Hitzewellen sind laut Einschätzung der Befragten die Bereiche Pflege, Krankenhaus und Kinderbetreuung. Auch die Sorgen der Menschen vor dem Extremwetter steigen: Laut Umfrage machen sich knapp zwei Drittel große beziehungsweise sehr große Sorgen. Darüber hinaus halten drei Viertel der Befragten die aktuellen Hitzeschutzmaßnahmen für nicht ausreichend.

„Hitzewellen werden zunehmend zur Belastung: Wenn ein Drittel der Bevölkerung schon Gesundheitsprobleme hatte, dann muss der Hitzeschutz gerade für ältere Menschen, chronisch Kranke und Kinder verbessert werden,“ sagt man bei der DAK-Gesundheit. „Es ist alarmierend, wenn die große Mehrheit der Menschen Sorge vor dem Extremwetter hat und die aktuellen Maßnahmen nicht ausreichend findet. Deshalb müssen Bund, Länder und Kommunen verstärkt an ihren Hitzeschutzplänen arbeiten.“

Laut DAK-Hitzereport haben Gesundheitsprobleme in den vergangenen drei Jahren um 10 Prozentpunkte zugenommen. 30 Prozent der Befragten leiden darunter. Besonders Frauen sind dabei mit 40 Prozent fast doppelt so oft betroffen wie Männer (21 Prozent). Am häufigsten berichten Erwachsene im Alter von 30 bis 44 Jahren mit 35 Prozent von gesundheitlichen Beschwerden. Zudem leiden insbesondere 38 Prozent der in Großstädten lebenden Menschen an Gesundheitsproblemen. Insgesamt klagen Betroffene mehrheitlich vor allem über Abgeschlagenheit, Schlafprobleme, Kreislaufbeschwerden und Kopfschmerzen. Fünf Prozent der Befragten haben in Folge der Gesundheitsprobleme durch Hitze einen Arzt aufgesucht. Dennoch fühlen sich 94 Prozent der Befragten gut informiert und wissen, wie sie sich persönlich vor gesundheitlichen Folgen bei Hitze schützen können. Eine große Mehrheit der Befragten sieht neben dem Bereich mit schwerer körperlicher Arbeit wie Handwerk, Bau und Produktion auch den Pflegebereich besonders von Hitzewellen betroffen. Auch sehen viele der Befragten Schulen und Kindergärten als einen durch Hitze stark eingeschränkten Bereich.

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