
Gestern hörte ich den Spruch „Ein Fremder ist ein Freund, dem wir noch nicht begegnet sind.“. Da hörte ich auf und googelte erst einmal, wem der eingefallen ist. Einige schreiben den dem Dichter William Butler Yeats zu. Einig ist man sich, dass das ein irisches Sprichwort ist.
Mir würde gefallen, wenn der auch bei uns Allgemeingut wäre, wenn man den überall lesen würde, wenn die Tagesschau den Spruch immer als Aufmacher senden würde und uns dann so einen so noch fremden Freund vorstellen würde.
Dabei beschreibt der irische Aphorismus nur, was wir alle hoffentlich schon mehrfach erlebt haben. Da begegnet man einem Menschen das allererste Mal. Die meisten betrachten wir ziemlich neutral, einige begeistern uns und es gibt viele, die man eigentlich nicht wiedersehen will. Es sind halt Fremde, denen man bisher nicht begegnet ist.
Und dann passiert etwas, was eigentlich nicht zu erklären ist. Einer von den Fremden wird zu unserem Freund. Warum? Ja, warum denn eigentlich? Können Sie erklären, warum so ein Fremder zu einem Freund wurde, ein Fremder, dem wir zuvor nie begegnet sind? Wenn wir das Warum beantworten sollen, kommen viele Allgemeinplätze, wir beginnen zu stottern, wir beginnen nachzudenken. Ich kann nicht sagen, warum ein Fremder, dem ich bisher nicht begegnet bin, zu einem Freund und mehr wurde. Es ist einfach passiert – und das ist auch gut so.
Mit so einer einst Fremden – der Besten Frau der Welt - genieße ich jetzt mein Frühstück.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Sonntagsfrühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Eusebius, Adriana, Julian, Julan
Foto: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Ein Fremder ist ein Freund, dem wir noch nicht begegnet sind
Was für ein Spruch
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