Eines finde ich komisch, Demokraten, die ja die göttliche Herrschaft des Adels genau wie die von Diktatoren ablehnen, aber mit denen eines gemeinsam haben: Sie lieben Paläste, sie lieben Schlösser und Prunkbauten. Ich schrieb darüber schon mal für eine österreichische Adelszeitung über den Palastwahn in der DDR.
Doch daran hat sich auch im gemeinsamen Deutschland nichts geändert, man bejubelt jedes erhaltene Gutshaus, jedes Schloss, jede Gemeinde ist stolz auf „ihr“ Schloss. Ja, selbst der erste Mann des Staates, der Bundespräsident, residiert im Schloss Charlottenburg. Schön, dass Kanzleramt hat eher etwas von einer Burg, als von einem stilvollen Schloss.
Ob das der Grund ist, dass sich die Bundesregierung zu einer Konsultation auf Schloss Neuhardenberg zurück gezogen hat? Strahlt so ein Schloss etwas aus, was ein Berliner Verwaltungsgebäude nicht kann, ist da die Luft oder das Essen besser? Oder fühlen sich der Kanzler und seine Minister in einem Schloss doch so etwas wie von Gottes Gnaden?
Was ich bisher über die Konsultationen gehört habe, so hätte man das auch von einer Konsultation in der Kongresshalle am Alexanderplatz oder in einer Messehalle unter dem Funkturm oder eben im Kanzleramt hören können. Dort zu tagen wäre sicherlich billiger gewesen und der ökologische Fußabdruck wäre auch kleiner gewesen. Es hätte zumindest besser in diese Zeit gepasst
Wenn ich ehrlich bin, würde ich mein Frühstück mit der Besten Frau der Welt auch mal im Schloss Neuhardenberg genießen.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Patricia, Miriam, Teresa, Margarita
Foto: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Demokraten oder Schlossherren?
Das muss ich nicht verstehen
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