
Einst lief in der damals noch Ostberliner Komischen Oper die Oper für Kinder und Erwachsene von Georg Katzer (Musik). Das Libretto schuf auf Grundlage eines Stücks des Sowjetmenschen R. Dobrowenski Rainer Kirsch. In der Oper hieß es „Wenn nicht jeder jedem nachspioniert und nicht jeder jeden denunziert, bricht das Land zusammen …“
Da diese Worte von einem Sowjetmenschen stammten, konnte weder die Zensur oder die Stasi nichts dagegen machen. Das fiel mir wieder angesichts der Affäre um den EX-BND-Chef August Hanning ein. Er, wie ganz sicher alle Schlapphüte der Welt würden diesen Satz, geschrieben von Rainer Kirsch, bedingungslos unterschreiben. Alle Geheimdienste sind sich einig, dass ihre Tätigkeit staatstragend und –erhaltend ist.
Ja, immer und überall will man wissen, was man in anderen Ländern denkt und plant. Aber, die Regierenden wollen auch immer wissen, was das eigene Volk denkt, was sie von den Regierenden halten, wie gefährlich ihnen das eigene Volk werden kann. Man veröffentlicht solche Erkenntnisse sogar, wenn es gerade den Auftraggebern der Geheimdienste in den Kram passt.
Nun ist es aber so, dass man am meisten von anderen Ländern erfährt, wenn man die Infos aus deren Geheimdiensten direkt abschöpfen kann. Das passiert sicherlich täglich, denn es gibt immer und überall Überzeugungstäter, solche die man erpressen und solche, die man schlicht für Infos bezahlen kann. So gesehen ist der vermeindliche Fall Hanning maximal die Spitze eines der vielen Eisberge.
Eine Info an alle Schlapphüte: Ich genieße jetzt mein Frühstück mit der Besten Frau der Welt.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Sonntagsfrühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Viktor, Samuel, Gereon, Valerie
Foto: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Spionage – ein schmutziges Geschäft
Das wird wohl auch nie anders sein…
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