Stille Einkehr im Unterallgäu

In Ottobeuren ist der Jahreswechsel strahlend und besinnlich



(djd). Wer eine wohltuende Auszeit vom oft turbulenten Alltag sucht, findet an Orten der Stille den passenden Raum. Gerade in der Zeit rund um Advent, Weihnachten und den Jahreswechsel laden Klöster wie die über 1.250 Jahre alte Benediktinerabtei Ottobeuren dazu ein, innezuhalten, zur Ruhe zu kommen und neue Kraft zu schöpfen. 

Die klösterliche Atmosphäre und die Natur des Allgäuer Alpenvorlands bieten dafür einen besonderen Rahmen. Ottobeuren zählt zu den größten barocken Klosteranlagen der Welt. Ihr strahlender Mittelpunkt ist die spätbarocke Basilika, in der neben Gottesdiensten das ganze Jahr über stimmungsvolle und hochkarätige Konzerte stattfinden. Vom ersten Advent bis 6. Januar kann dort auch die historische Krippe mit bis zu 230 Menschenfiguren und 300 Tieren bewundert werden.

Nacht der Lichter

Ein Höhepunkt der Vorweihnachtszeit ist traditionell die „Nacht der Lichter“ (29. November 2026, 15.30 bis 20 Uhr). Im vergangenen Jahr ließen sich rund 2.500 Besucherinnen und Besucher von der besonderen Verbindung aus Licht und Klang verzaubern: Hunderte Kerzen setzen die farbenprächtigen Fresken, kunstvollen Stuckaturen und goldverzierten Altäre in Szene. Besinnliche Musik verschiedener Gruppen und meditative Orgelklänge erfüllen den Kirchenraum. Außerdem beleuchten Fackeln den Treppenaufgang zwischen Basilika und Marktplatz und weisen den Weg hinunter zum Ottobeurer Weihnachtsmarkt (28. / 29. November 2026). Im Ortszentrum erwartet die Gäste eine gesellige Mischung aus regionalen Spezialitäten und Kunsthandwerk. Musikalische Darbietungen, eine Lebendkrippe und der Besuch des Nikolaus ergänzen das adventliche Programm. Unter www.ottobeuren.de gibt es weitere Informationen zu allen Terminen.

Gelebte Spiritualität

Ein passender Leitgedanke für einen besinnlichen Jahresausklang und einen achtsamen Jahresbeginn stammt von Pfarrer Sebastian Kneipp, der im nahe gelegenen Stephansried geboren wurde: „Erst als ich Ordnung in die Seelen der Menschen brachte, besserten sich auch die körperlichen Gebrechen.“ Wohltuend auf Körper und Geist wirken nicht nur die Wanderwege im Unterallgäu, sondern auch die vielen schmucken Wallfahrtskirchen der Umgebung. Abstand vom Alltag gewinnen kann man etwa im Kneipp-Aktiv-Park mit Meditationsgarten, Rosenkranzsäulen und Lourdes-Grotte oder bei einem Spaziergang zur Eldernkapelle oder zur Buschelkapelle, die in unmittelbarer Nähe des Ortes liegen. Etwa 20 beziehungsweise 40 Kilometer entfernt bieten die Kartause Buxheim und das Kloster der Dominikanerinnen in Bad Wörishofen weitere Möglichkeiten zur stillen Einkehr. Hier verbinden sich gelebte Spiritualität, eine mystische Atmosphäre und jahrhundertealte Kulturgeschichte.

Foto: djd/Touristikamt Kur & Kultur Ottobeuren/Louis Zuchtriegel

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