Morgengruß von Helmut Harff: Geliebte Seelen

… nicht nur an Allerseelen



Heute begeht die katholische Christenheit das Fest „Allerseelen“.  Der Bundesverband Deutscher Bestatter erläutert: „Allerseelen ist ein katholischer Gedenktag, der jedes Jahr am 2. November begangen wird. An diesem Tag steht die Erinnerung an verstorbene Gläubige im Mittelpunkt.“

Weiter heißt es: „Dem christlichen Glauben nach steigen die Seelen verstorbener Menschen in den Himmel auf. Bevor die Seelen im Himmelreich ankommen, müssen sie durch das Fegefeuer. Gebete und Fürbitten an Allerseelen dienen dazu, den Aufenthalt der Seelen im Fegefeuer zu verkürzen.“

Ich weiß nicht, wo die Seelen all der Verstorbenen sind, an die ich mich immer wieder erinnere. Ich glaube, dass genau in diesen Erinnerungen die Seelen der Verstorbenen leben. Doch was ist mit denen, an die sich keiner erinnert, wo es keinen gibt, der sich erinnern kann? Das ist für mich ein ganz wichtiger Aspekt an „Allerseelen“. Erinnern wir an die, die vergessen sind. Wie, wenn wir diese Menschen nie kennengelernt haben? 

Ich habe da eine Idee: Gehen wir doch einfach auf den nächsten Friedhof und suchen nach wenig oder gar nicht gepflegten Gräbern. Leider sind die vor allem auf großstädtischen Grablegen nicht selten. Räumen wir die Gräber etwas auf, reinigen wir den Grabstein, pflanzen wir eine winterharte Pflanze, pflegen wir so die Seele. Lassen wir dabei unsere Phantasie etwas schweifen, stellen wir uns vor, was das für ein Mensch war, der hier begraben liegt, gedenken wir so seiner Seele.

Seelenvoll ist wie immer mein Frühstück mit der Besten Frau der Welt.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Sonntagsfrühstück.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Angela

Foto: Pixabay

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