Die größten Gesundheitstrends 2026

Diese Themen gewinnen im neuen Jahr am stärksten an Bedeutung



Gesünder leben, bewusster mit dem eigenen Körper umgehen und mentale Balance finden – diese Ziele stehen für viele Menschen auch 2026 ganz oben auf der persönlichen Prioritätenliste. Ob durch bestimmte Sportarten, eine angepasste Ernährung oder Entspannungsrituale: Das Interesse an unterschiedlichen Ansätzen zur Förderung der eigenen Gesundheit wächst kontinuierlich.

Doch welche Themen und Methoden gewinnen dabei messbar an Bedeutung und werden uns das kommende Jahr begleiten?

Um das herauszufinden, hat Fit Reisen, der führende Reiseveranstalter für Wellness- und Gesundheitsreisen, eine umfassende Analyse durchgeführt und die 100 größten Gesundheitstrends für 2026 ermittelt. Grundlage der Auswertung ist die Entwicklung der Google-Suchvolumina über die vergangenen drei Jahre.

Das Ergebnis zeigt deutlich: Gesundheit wird ganzheitlicher gedacht denn je. Achtsame Bewegungsformen, funktionale Ernährungskonzepte und Trainingsansätze, die Körpergefühl und Leistungsfähigkeit verbinden, prägen das Trendbild des kommenden Jahres.

Die vollständige Analyse mit allen untersuchten Trendbegriffen finden Interessierte hier. Die ersten zehn stellen wir nachfolgend vor.

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:
- Ein klarer Ausreißer an der Spitze: Die Nachfrage nach Tai Chi Walking explodiert mit einem Wachstum von +26.950 Prozent und dominiert die Rangliste mit großem Abstand.
- Schlaf als zentraler Gesundheitsfaktor: Mit einem Wachstum von +2.361 Prozent sichert sich Sleepmaxxing die Silbermedaille und unterstreicht die wachsende Bedeutung von Schlafqualität für Gesundheit und Leistungsfähigkeit.
- Funktionale und darmfreundliche Ernährung hoch im Kurs: Mit fermentiertem Protein auf Platz 3, Lithium-Ernährung auf Platz 8 und FODMAP-armer Ernährung auf Platz 9 liegt der Fokus klar auf Verträglichkeit, Darmgesundheit und mentaler Leistungsfähigkeit.
- Fitnesstrends setzen auf ganzheitliche Stärke: Trainingsformen wie Reformer Pilates (Platz 5) und Hybrid Training (Platz 10) kombinieren gezielt Kraft, Stabilität und Körperbewusstsein und spiegeln den Wunsch nach effizienten, ausgewogenen Bewegungsformen wider.

Die Top 10 Gesundheitstrends für 2026

Platz 1: Tai Chi Walking


2025 erlebte das Gehen einen regelrechten Boom in den sozialen Medien. Als niedrigschwellige, alltagstaugliche Bewegungsform gingen gleich mehrere Walking-Trends viral, darunter auch das Tai Chi Walking, das mit einem durchschnittlichen Wachstum von +26.950 Prozent mit großem Abstand den ersten Platz im Ranking belegt. Die achtsame Bewegungsform kombiniert Elemente der traditionellen chinesischen Kampf- und Bewegungskunst Tai Chi mit langsamem Gehen, wobei jeder Schritt ganz bewusst und einer bestimmten Technik folgend gesetzt wird. Anders als beim klassischen Spazierengehen geht es dabei nicht um Tempo oder zurückgelegte Distanz, stattdessen wird sich häufig sogar auf der Stelle bewegt. Die fokussierte, rhythmische Bewegung wirkt beruhigend auf das Nervensystem, kann Stress reduzieren, das Körperbewusstsein stärken sowie Balance und Koordination fördern.

Platz 2: Sleepmaxxing

Guter Schlaf gilt als einer der Grundpfeiler für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. In den sozialen Medien findet daher der Trend des Sleepmaxxings größer werdenden Anklang, was sich in einem Wachstum von +2.361,46 Prozent über die letzten Jahre widerspiegelt. Ziel des Trends ist es, die Schlafqualität gezielt durch kleine Lifehacks im Alltag zu erhöhen. Die Tipps reichen von weniger Bildschirmzeit vor dem Zubettgehen über den Verzicht auf Koffein am Nachmittag bis hin zu festen Abendroutinen wie Meditation oder Atemübungen. Wichtig dabei: alles ohne Druck, denn Entspannung ist die beste Einschlafhilfe.

Platz 3: Fermentiertes Protein

Vor allem unter SportlerInnen erfahren Proteine in den vergangenen Jahren einen echten Hype, denn sie gelten als unverzichtbarer Baustein für Muskelaufbau, Zellregeneration und ein starkes Immunsystem. Neu ist jedoch der Trend hin zu fermentierten Proteinen – unser dritter Platz, mit einem durchschnittlichen Wachstum von +2.316,67 Prozent. Bei der Fermentation „verdauen“ bestimmte Organismen das Lebensmittel quasi vor. Was unappetitlich klingt, ist ein echtes Plus: Die Proteine sollen so für den menschlichen Körper leichter aufzunehmen sein und wertvolle Probiotika liefern, die die Darmflora unterstützen und die Verträglichkeit verbessern.

Platz 4: Hormon Balancing


Hormone spielen eine zentrale Rolle für körperliche und mentale Gesundheit, da sie unter anderem Schlaf, Stoffwechsel, Emotionen und Leistungsfähigkeit steuern. Entsprechend wächst das Bewusstsein dafür, wie wichtig ein ausgeglichener Hormonhaushalt für die Gesundheit ist, was sich anhand des Trendbegriffs Hormon Balancing zeigt, der mit einem durchschnittlichen Wachstum von +594,47 Prozent auf dem vierten Platz landet. Insbesondere auf TikTok und Instagram teilen NutzerInnen, wie sich Hormone wie Östrogen, Testosteron oder Cortisol durch gezielte Ernährung, bestimmte Nahrungsergänzungsmittel und kleine Entspannungsrituale wieder ins Gleichgewicht bringen lassen sollen.

Platz 5: Reformer Pilates

Ursprünglich wurde Reformer Pilates bereits in den 1920er-Jahren vom Deutschen Joseph Hubertus Pilates entwickelt und lange Zeit vorwiegend von ProfisportlerInnen genutzt. Durch internationale Superstars wie Miley Cyrus oder Cristiano Ronaldo sowie InfluencerInnen, die ihren „Pilates Glow“ in den sozialen Medien inszenieren, hat sich die Trainingsform inzwischen jedoch zur absoluten Trendsportart entwickelt. Anders als beim klassischen Pilates auf der Matte wird hier mit dem sogenannten Reformer trainiert. Die instabile Unterlage fördert präzise Bewegungen, gleicht muskuläre Dysbalancen aus und stärkt die Tiefenmuskulatur. Gleichzeitig stehen Achtsamkeit und Körperkontrolle im Fokus. Mit einem Wachstum von +195,71 Prozent belegt Reformer Pilates den fünften Platz.

Platz 6: Vagusnerv-Stimulation

Als Teil des parasympathischen Nervensystems verbindet der Vagusnerv das Gehirn mit wichtigen Organen und ist mitverantwortlich für die Entspannung, Verdauung und unsere Energiereserven. In der Medizin wird die Vagusnerv-Stimulation bereits seit Jahren unter anderem zur Behandlung von Epilepsie und als ergänzende Therapieoption bei Depressionen eingesetzt. Mit einem Wachstum von +178,21 Prozent rückt die Vagusnerv-Stimulation nun auch als Wellness- und Selbstfürsorge-Trend in den Fokus. Auf sozialen Netzwerken kursieren zahlreiche Anleitungen, die helfen sollen, den Vagusnerv zu aktivieren, um das Nervensystem gezielt zu beruhigen – von Massagen und Atemübungen über Gurgeln bis hin zu Summen und Singen.

Platz 7: Longevity

Nicht nur alt werden, sondern gesund alt werden – das ist das Ziel hinter dem Buzzword Longevity, das sich mit einem durchschnittlichen Wachstum von +148,86 Prozent den siebten Platz im Ranking sichert. Im Fokus steht dabei, gesunde Gewohnheiten nachhaltig in den Alltag zu integrieren, um die Lebensqualität möglichst bis ins hohe Alter zu bewahren. Dazu zählen regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, Maßnahmen zur Stressreduktion, die Förderung der mentalen Gesundheit, sozialer Austausch, guter Schlaf sowie der bewusste Verzicht auf Suchtmittel wie Alkohol und Nikotin.

Platz 8: Lithium-Ernährung

Nervennahrung im wahrsten Sinne des Wortes: Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass eine lithiumhaltige Ernährung eine schützende Wirkung auf das Nervensystem haben und sich positiv auf die psychische Gesundheit auswirken könnte. Lithium kommt in geringen Mengen ganz natürlich in vielen Lebensmitteln vor – insbesondere in Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen, Hülsenfrüchten, einigen Gewürzen, in tierischen Produkten sowie auch in unserem Trinkwasser. Während weitere wissenschaftliche Untersuchungen noch ausstehen, etwa um konkrete Ernährungsempfehlungen ableiten zu können, ist der Trend bereits bei uns angekommen: Mit einem Wachstum von 136,13 Prozent schafft es die Lithium-Ernährung auf den achten Platz.

Platz 9: FODMAP-arme Diät

Mit einem Wachstum von +135,71 Prozent belegt die FODMAP-arme Diät den neunten Platz im Ranking. Der ernährungstherapeutische Ansatz zielt darauf ab, bestimmte kurzkettige Kohlenhydrate – sogenannte FODMAPs – zu reduzieren, die im Darm schwer verdaulich sind und vornehmlich bei Menschen mit Reizdarm Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen oder ein unangenehmes Völlegefühl auslösen können. Werden entsprechende Lebensmittel zeitweise gemieden, kann sich der empfindliche Verdauungstrakt beruhigen und die Symptome können nachlassen. Wichtig dabei: Die FODMAP-arme Ernährung gilt als komplex und sollte idealerweise unter ärztlicher oder ernährungstherapeutischer Begleitung erfolgen.

Platz 10: Hybrid Training

Hybrid Training vereint das Beste aus zwei Welten: Der Trainingsansatz kombiniert gezielt Kraft- und Ausdauertraining und spricht damit all jene an, die sowohl Muskelaufbau als auch Kondition, Beweglichkeit und allgemeine Fitness verbessern möchten. Statt sich ausschließlich auf eine Disziplin zu konzentrieren, setzt Hybrid Training darauf, innerhalb einer Sporteinheit mehrere motorische Fähigkeiten anzusprechen. Der Vorteil: Das vielseitige Training gilt als effizient, alltagstauglich und abwechslungsreich. Mit einem durchschnittlichen Wachstum von 126,77 Prozent landet die Trainingsmethode auf dem zehnten Platz der Gesundheitstrends 2026.

Weitere Platzierungen

Hinter den Top Ten reiht sich Pilates Fusion mit einem Wachstum von +111,11 Prozent in die Gesundheitstrends ein, das klassische Pilates-Übungen mit sanften Yoga-Elementen verbindet. Ebenfalls stark im Kommen ist die MIND-Diät (+106,25 Prozent), eine Kombination aus mediterraner und DASH-Ernährung, die gezielt die Gehirngesundheit unterstützen soll. Im Bereich Sport & Fitness etabliert sich Padel (+102,94 Prozent) als dynamische Trendsportart, die Elemente aus Tennis und Squash vereint. Auf den Plätzen 14 und 15 folgen Emotional Wellness mit einem Wachstum von +92,86 Prozent und anti-entzündliche Ernährung mit +86,59 Prozent.

Foto: Pixabay 

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