
(djd). „Augen auf im Straßenverkehr!“ – wer kennt diese Regel nicht? Doch sie greift zu kurz. Denn Sicherheit entsteht nicht allein durch gutes Sehen – auch das Hören spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Gefahren frühzeitig zu erkennen und Unfälle zu vermeiden.
Nun ist hinlänglich bekannt, dass laute Musik über Kopfhörer oder das Autoradio die Wahrnehmung im Straßenverkehr erheblich einschränkt. Weniger bewusst ist den meisten jedoch, dass auch ein nachlassendes Hörvermögen – wovon etwa jede dritte Person ab etwa 60 Jahren betroffen ist – zum Sicherheitsrisiko werden kann.
Geräusche richtig orten
Tatsächlich sind es oft akustische Signale, die unterwegs entscheidende Hinweise liefern. Ob im Auto, auf dem Rad oder als Fußgänger: Wer herannahende Fahrzeuge, ein Martinshorn oder ein Fahrradklingeln schlecht wahrnimmt, reagiert häufig langsamer und unsicherer. Ein wichtiger Faktor ist dabei das räumliche Hören. Der Mensch benötigt beide Ohren, um Geräusche korrekt zu orten. Kommt beispielsweise ein Fahrzeug von links, treffen die Schallwellen zuerst auf das linke Ohr, erst dann auf das rechte. Diese minimale Zeitdifferenz genügt dem Gehirn, Richtung, Art und Nähe der Gefahr sofort zu erkennen.
Das räumliche Hören zählt
Ist dieses fein abgestimmte System gestört, können moderne Hörgeräte helfen, das räumliche Hören zu erhalten oder zu verbessern. „Um die volle Leistung des Gehörs sicherzustellen und damit die Verkehrssicherheit zu erhöhen, ist eine Versorgung mit zwei Hörgeräten wichtig“, erklärt Hörakustiker Peter Nießen. Entscheidend sei eine individuelle Anpassung an Alltagssituationen – etwa im Straßenverkehr mit wechselnden Geräuschquellen. Anbieter wie audibene verweisen darauf, dass aktuelle Hörsysteme technische Funktionen zur besseren Verarbeitung von Umgebungsgeräuschen bieten. So wurde beispielsweise das Hörsystem audibene iX unter anderem für komplexe akustische Situationen entwickelt, wie sie etwa in dichtem Straßenverkehr, an Kreuzungen oder in belebten Innenstädten auftreten können.
Frühzeitig checken lassen
Wie gut das eigene Hörvermögen im Straßenverkehr noch funktioniert, lässt sich mit einem Hörtest überprüfen. Solche Checks sollten ebenso selbstverständlich sein wie ein Sehtest oder die Kontrolle beim Zahnarzt. Unter www.audibene.de finden sich Experten und Möglichkeiten zur Prüfung. Wichtig ist es außerdem, erste Warnzeichen ernst zu nehmen. Häufiges Nachfragen, das Gefühl, andere nuscheln, oder Schwierigkeiten, Gespräche in geräuschvoller Umgebung zu verstehen, können Hinweise auf nachlassende Ohren sein. Und je früher man bei Bedarf ein Hörgerät nutzt, umso besser ist langfristig auch der Nutzungserfolg.
Foto: djd/audibene
Hören kann Leben retten
Warum gute Ohren im Straßenverkehr besonders wichtig sind
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