Nicht nur zu Ostern gilt: Wer aufmerksam fährt, kommt sicher an

Gute Vorbereitung und angepasste Fahrweise sind entscheidend



Mit Beginn der Osterferien steht auf Deutschlands Autobahnen eine der verkehrsreichsten Zeiten des Jahres bevor. Während Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bereits schulfrei haben, starten alle weiteren Bundesländer in der kommenden Woche in die Ferien.

Insbesondere der Gründonnerstag ist traditionell der stärkste Reisetag, an dem Pendler- und Urlaubsverkehr zusammentreffen. Doch bereits in den Tagen davor steigt die Verkehrsdichte spürbar an. Daher rät der Automobilclub von Deutschland (AvD) zu besonderer Aufmerksamkeit und einer vorausschauenden Fahrweise.

Die Autobahn GmbH des Bundes hat kürzlich erst eine Warnung vor dem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen ausgesprochen. Die Fernstraßen sind in der nächsten Zeit besonders belastet und Staus sind vor allem in der Karwoche vor Ostern zu erwarten. Das Potenzial für Unfälle ist damit sehr hoch. Zusätzlich kommen gerade in der Osterreisezeit weitere Ablenkungen dazu, denn eine lange Fahrtdauer mit zunehmender Ermüdung, unruhige Kinder auf der Rückbank, Gespräche im Fahrzeug oder die Bedienung von Navigations- und Infotainmentsystemen sind weitere Risikofaktoren. Bereits wenige Sekunden Unachtsamkeit bedeuten bei Tempo 130 einen Blindflug von über 100 Metern. In Verbindung mit dem dichten Verkehr, Baustellen und unvorhersehbarem Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer bedarf es hier eines hohen Maßes an Aufmerksamkeit.

Die Unfallzahlen mit Personenschaden beim Statistischen Bundesamt bestätigen, dass das Unfallrisiko im Frühjahr jeden Jahres konstant zunimmt. Allein im April liegt der Wert rund 35 Prozent höher als in den Monaten Januar und Februar. Das hohe Verkehrsaufkommen und nachlassende Konzentration sind hier entscheidende Risikofaktoren. Der AvD empfiehlt daher eine klare Vorbereitung und bewusste Reduktion von Störfaktoren. Routen sollten vorab geplant, Einstellungen im Fahrzeug vorgenommen und potenzielle Ablenkungen minimiert werden.

Entspannt in die Ferien

Auch während der Fahrt gilt die volle Konzentration auf das Verkehrsgeschehen. Die Nutzung mobiler Geräte ohne Freisprecheinrichtung ist ohnehin untersagt und kann zu einem Bußgeld von 100 Euro sowie einem Punkt in Flensburg führen. Bei Verursachung eines Unfalls steigt dies auf das Doppelte an und kann zusätzlich ein einmonatiges Fahrverbot bedeuten. Wichtig sind regelmäßige Pausen, die spätestens alle zwei Stunden eingelegt werden sollten, um Ermüdung vorzubeugen. Familien profitieren zudem von durchdachter Beschäftigung für Kinder, um Unruhe im Fahrzeug zu reduzieren.

Nicht zuletzt trägt eine angepasste Fahrweise entscheidend zur Sicherheit bei. Wer ausreichend Zeit einplant, Abstand hält und auch in Stausituationen gelassen bleibt, reduziert das Unfallrisiko deutlich. Wichtig ist, aufmerksam zu fahren, Pausen einzulegen und Störquellen zu vermeiden – nicht nur rund um Ostern. Und sollte es doch mal zu einer Panne kommen: Der AvD hilft. Ein kostenfreier Anruf unter 0800 990 99 90 oder eine Online-Meldung genügen. 

Quelle: AvD

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