Morgengruß von Helmut Harff: Eine zweite Meinung einholen?

Das ist gar nicht so leicht



Die Waschmaschine wäscht nicht mehr, das Auto will nicht mehr und das Bein bleibt einfach stehen – was tun? Der gerufene Waschmaschinenmonteur schüttelt vielsagend den Kopf und meint, die Reparatur kostet 500 Euro. In der Autowerkstatt hat man den Fehler schnell gefunden – der Kühler, Preis 3.000 Euro. Der Arzt meint, das Bein muss ab. 

Was tun, wenn die Fachleute das sagen? Klar, man holt eine Zweitmeinung ein. Leichter gesagt als getan, schließlich ist man ja froh, dass der Monteur gekommen ist. In der Werkstatt ist man schon soooo lange Kunde und auf den Termin beim Spezialisten hat man zwei Monate gewartet. Also noch einen Monteur rufen, noch mal bezahlen, den Wagen in eine andere Werkstatt schleppen lassen, noch mal einen Arzt suchen, eine neue Überweisung besorgen und noch einmal Monate warten?

Ja, das ist schwierig. Doch was, wenn der neue Monteur nur das Fusselsieb für 50 Euro reinigt, wenn sich in der neuen Werkstatt herausstellt, dass das E-Auto gar keinen Kühler hat, wenn der andere Arzt das Bein mit einer Massage wieder zum Laufen bekommt? Dann hat man alles richtig gemacht! Doch was, wenn sich die Zweitmeinung mit der der zuvor konsultierten Fachleute deckt? Dann ist man sich sicher, dass es wohl keine Alternative gibt – aber man ist sich eben (fast) sicher.

Ich bin mir auch ohne Zweitmeinung sicher, dass ich jetzt mein Frühstück mit der Besten Frau der Welt genieße.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Sonntagsfrühstück.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Patricia, Miriam, Teresa, Margarita

Foto: Pixabay

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