PIO CESARE feiert sein 145-jähriges Bestehen

... mit der Modernisierung des Weinkellers



Es gibt viele Möglichkeiten, eine Geschichte zu bewahren. PIO CESARE tut dies, indem das Weingut Respekt und Weitblick miteinander verbindet. 

Davon zeugen sowohl die ikonischen Etiketten von Barolo und Barbaresco, die im Laufe der Zeit bewusst unverändert geblieben sind, als auch die Räumlichkeiten des Weinguts im Herzen von Alba, wo unterschiedliche Epochen nur wenige Meter voneinander entfernt nebeneinander existieren: Mauern aus der Römerzeit, antike Gewölbe, vier Stockwerke aus dem letzten Jahrhundert und heute neue Räume aus Stahl, Holz und Glas mit modernster Technologie.

Kein neuer Weinkeller, sondern ein neues Kapitel in einer 145-jährigen Geschichte

Mit diesem großangelegten Renovierungsprojekt feiert PIO CESARE sein 145-jähriges Bestehen und schafft neue Räume für seine Zukunft.

An der Spitze von PIO CESARE stehen heute Federica Boffa Pio und ihr Cousin Cesare Benvenuto Pio, die fünfte Generation der Familie. Mit ihnen nimmt eine Idee Gestalt an, die die Familie seit Langem begleitet: die Wege und das Potenzial dieses „urbanen Weinguts“ neu zu gestalten, ohne dabei auf irgendetwas von dem zu verzichten, was es bisher ausgemacht hat.

„Nach einer langen Phase der Erd- und Bauarbeiten hat die Weinlese 2026 mit unseren weißen Trauben in einem vollständig renovierten Weinkeller begonnen, der dennoch ganz und gar unser eigener geblieben ist: zeitgemäß in der Ausstattung, aber unserer Identität treu“, erzählt Federica Boffa Pio.

„Für PIO CESARE bedeutete Bewahren nie Stillstand. Unser Weinkeller hat in fast anderthalb Jahrhunderten verschiedene Phasen des Wandels durchlaufen. Der ursprüngliche Kern stammt aus dem 18. Jahrhundert, der Zeit der Tonnengewölbe. Später nahm mein Großvater, der Ingenieur Giuseppe Boffa, ab den 1970er Jahren eine mutige unterirdische Erweiterung in Angriff, die uns Anfang der 2000er Jahre dazu brachte, bis unter das Flussbett des Tanaro zu graben. Für seine Zeit war es ein wegweisendes Projekt, das nicht nur dem Familienbetrieb die notwendigen Kapazitäten verschaffte, sondern auch zeitgemäße Räumlichkeiten und Technologien für die Weinbereitung schuf. Seitdem haben wir den Weinkeller stets instand gehalten und modernisiert. Doch einerseits die Erweiterung unserer eigenen Rebflächen, insbesondere jener, die für Weißweinsorten bestimmt sind, und andererseits der Klimawandel sowie neue önologische Technologien haben uns dazu veranlasst, die Gestaltung und Nutzung der Räumlichkeiten sorgfältig zu überdenken. So entstand bei meinem Vater bereits vor etwa zehn Jahren die Idee einer radikalen Umstrukturierung“
, fährt Federica fort.

Nach vierjähriger Bauzeit hat sich die Fläche des Kellers durch den Ausbau mehr als verdoppelt und beträgt heute circa 9.000 Quadratmeter. Die Erweiterung dient jedoch nicht dem Produktionswachstum: die Produktionsmengen sollen vorerst unverändert bleiben – Ausdruck jener handwerklichen Arbeitsweise und des maßgeschneiderten Stils, die PIO CESARE seit jeher auszeichnen.

„Das Projekt stellt sich vielmehr der Herausforderung, die logistische und technologische Effizienz eines Weinkellers zu verbessern, der seit 145 Jahren auf engstem Raum in der Altstadt von Alba an der römischen Stadtmauer betrieben wird. Diese gehört zum historischen, künstlerischen und kulturellen Erbe der Stadt. Gleichzeitig erfüllt das Projekt hohe Anforderungen an ökologische Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, Innovation und Stadterneuerung.“

Der historische Teil ist unverändert erhalten geblieben und wird ausschließlich der Weinbereitung, Reifung und Verfeinerung der Rotweine des Sortiments gewidmet sein: von den Nebbiolo-Weinen bis hin zu Barolo und Barbaresco, die den Namen des Gründers Pio tragen, und die Crus Mosconi, Ornato und Il Bricco bis hin zum Barbera. „Diese Giganten werden keinen Millimeter von der Stelle bewegt“, lächelt Federica.

Der Durchgang vor der römischen Mauer, die Teil der alten Stadtmauer von Alba ist, wurde hingegen geöffnet. Von nun an wird dieses jahrtausendealte Bauwerk über das neue historische Archiv wachen. Dort werden die Flaschen der Familienreserve gemeinsam mit jenen ruhen, die in den kommenden Jahren produziert werden.

Und hier beginnt der Weg in die Zukunft. Die ursprünglichen Räumlichkeiten sind über einen unterirdischen Tunnel und eine Hängebrücke mit den modernen Bereichen verbunden, die jenseits des Straßenrings liegen, der die Altstadt begrenzt. Sie befinden sich in einem ehemaligen Sägewerk, das einst im Besitz der Familie war und von PIO CESARE saniert und neu gestaltet wurde.

Im Untergeschoss des neuen Gebäudes wurde ein eigener Bereich für die Weißweine eingerichtet: vom Chardonnay für „L’Altro“ und den traditionsreichen „Piodilei“ über den Sauvignon Blanc bis hin zum Timorasso, der mit dem Jahrgang 2023 gerade sein Marktdebüt gefeiert hat.

Die Weißweinkollektion macht heute etwa 30 Prozent der Produktion aus und verfolgt seit jeher das Ziel, so Federica Boffa Pio, „komplexe, strukturierte und langlebige Weine anzubieten“.

Um diese Weine herum wurde eine Reihe maßgeschneiderter Räume entworfen: der Bereich für die Annahme der weißen Trauben, ein Kühlraum zur Kühlung der Trauben vor dem Pressen, die Edelstahltanks für die Vinifikation sowie der unterirdische Barrique-Keller mit dem Verkostungstisch.

Alle Technologien dienen einem ganz bestimmten Ziel: das Potenzial der Trauben und der Gebiete, aus denen sie stammen, mit immer größerer Präzision auf die Flasche zu bringen.

Doch damit nicht genug: die neuen Räume sollen auch neue Wege eröffnen. „Innerhalb des Kellers haben wir uns einen Bereich reserviert, um zu forschen, Erkenntnisse zu vertiefen und zu experimentieren, auch durch den Einsatz verschiedener Behälter (wie beispielsweise Holzfässer)“, fährt Federica fort, „denn Kontinuität und Kreativität müssen Hand in Hand gehen.“

Ergänzt wird die Anlage durch den Abfüllbereich, die Logistik und die Lagerräume, die neu konzipiert wurden, um den gesamten Ablauf rationeller und sicherer zu gestalten. Es sind großzügige, durchorganisierte Räume, in denen auch das Tageslicht Teil des architektonischen Konzepts ist.

Die gleiche Sorgfalt prägte auch die Entscheidungen im Hinblick auf die Nachhaltigkeit. Dazu zählen der Verzicht auf fossile Energieträger, ein Eigenversorgungsgrad mit Solarenergie von 67,5 Prozent, die Bepflanzung des Geländes mit schnell wachsenden einheimischen Arten und die Anlage eines extensiven Gründachs. Hinzu kommen ein vorbildliches Wassermanagement, eine klimaneutrale unterirdische Mobilität, die vollständige Vermeidung verkehrsbedingter Belastungen des städtischen Straßennetzes sowie hinterlüftete Fassaden und Dächer aus nachwachsendem Holz. Ein fortschrittliches digitales System optimiert zudem das Energiemanagement aller neuen Räume einschließlich der hocheffizienten Beleuchtung.

„Wir haben uns vom Streben nach höchster Qualität leiten lassen, einem Streben, das von ständigen Weiterentwicklungen, Überlegungen und Perspektiven geprägt ist. Die Erinnerung ist unser Ausgangspunkt, doch unser Blick ist stets nach vorne gerichtet“, sagt Federica Boffa Pio abschließend.

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