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30.11.2020

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Ich rette das Klima

… oder doch nicht?

Bisher hielt ich mich nicht gerade für den Retter des Weltklimas. Ich fliege mehrmals im Jahr und die Beste Frau der Welt und ich sind mit unserem Diesel im Jahr auch weit über 20.000 Kilometer unterwegs. Schön, der Skoda verbraucht unter 5 Liter auf 100 Kilometer, doch es läppert sich.

Ja, wir kompostiere unsere Bioabfälle auf dem eigenen Komposthaufen, verwenden im Garten keine Chemie, teilen uns den mit vielen Vögeln, Insekten, mit Fröschen und Echsen und genießen unser selbst gezogenes Zeug. Wir verwenden nicht einmal Plastik-Trinkhalme und kommen auch weitgehend ohne Einkaufstüten aus. Auch unser Sport ist umweltfreundlich, schließlich fahren wir Rad, wandern und golfen.

Doch irgendwie hatte ich immer den Eindruck, dass mein ökologischer Fußabdruck ziemlich groß ist. Seit gestern ist mein schlechtes Öko-Gewissen auf die Größe eines Stecknadelkopfes geschrumpft. Dafür verantwortlich ist, dass ich so gut wie nie streame.
 
Streaming? Was das ist? Hier die Wikipeda-Erklärung:  Streaming Media bezeichnet die gleichzeitige Übertragung und Wiedergabe von Video- und Audiodaten über ein Rechnernetz. Den Vorgang der Datenübertragung selbst nennt man Streaming und übertragene („gestreamte“) Programme werden als Livestream oder kurz Stream bezeichnet.

Seit gestern machen Meldungen die Runde, wonach das Steaming ein Umweltkiller der ganz besonders brutalen Art ist. So soll die Datenmenge, die beim Video-Streaming anfällt, bereits 58 Prozent und damit mehr als die Hälfte des Datenvolumens im Internet ausmachen, so das Ergebnis einer Analyse des kanadischen Netzwerkausrüsters Sandvine. Das amerikanische IT-Unternehmens Cisco errechnete für das Jahr 2017 einen weltweiten Traffic von insgesamt 1,5 Zettabyte (oder umgerechnet 1,5 Milliarden Terabytes bzw.
1.500.000.000.000.000.000.000 Bytes). Allein diese beiden Zahlen machen klar, wie viele Daten nur durch Bewegtbilder durch das Netz gejagt werden. Um dies zu können, werden für das globale Streamen schätzungsweise bereits bis zu 200 Milliarden kWh Strom pro Jahr anfallen, Tendenz steigend.

Wie das Borderstep Institut errechnete, benötigten allein in Deutschland Server und Rechenzentren 2017 insgesamt 13,2 Milliarden kWh Strom. Das ist ungefähr so viel, wie die Stadt Berlin insgesamt an Strom verbraucht.

Ich frage mich, ob all die – bei Fridays for Future oder sonst wo – für den Kimaschutz demonstrieren, das wissen. Ich frage mich auch, ob die da als Aktivisten bezeichneten allein aus Klimaschutzgründen auf das Streaming verzichten. Ich frage mich aber auch, was das über kurz oder lang für uns in der EU und in Deutschland bedeutet. Wann wird es von den Verbietern der Nation, von den Grünen oder der Deutschen Umwelthilfe - um nur zwei zu nennen – erste Vorstöße dahin geben, dass Streaming zu verbieten? Wann werden die Grünen und die Deutsche Umwelthilfe, aber auch die anderen Politiker ihre Youtube-Kanäle einstellen, um so das Weltklima zu retten?

Ich frage mich auch, was das mit uns allen macht, die wir unser Geld im und mit dem Internet verdienen? Steigen wir wieder auf Printprodukte um und lassen dafür wieder ganze Wälder abholzen und ganze Armeen ausschwärmen, die unsere Produkte an den Mann und die Frau zu bringen? Retten wir dann damit das Weltklima?

Ich bin gespannt, was da noch auf uns zu kommt. Bis dahin werde ich erst einmal mit der Besten Frau der Welt frühstücken.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 12.12.2019

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