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Morgengruß von Helmut Harff: Hotel Mama

… bewohnen vor allem junge Männer

Gestern ging die Meldung durch die Medien, wonach in Deutschland mehr als jeder vierte junge Erwachsene im Alter von 25 Jahren noch bei den Eltern wohnt. Vor allem junge Männer – immerhin 34 Prozent – haben sich wohl dauerhaft im „Hotel Mama“ eingebucht.

Nun könnte man ja mal sehr positiv denken. Dann könnte man zu dem Schluss kommen, dass die jungen Männer so ihre Eltern unterstützen wollen. Sie betreuen ihre alten Herrschaften, pflegen sie sogar. Sie tragen auch ein gerüttelt Maß an den laufenden Kosten wie Miete, Strom und Essen. Das könnte man denken, tut es aber wohl eher nicht, obwohl es sicherlich solche jungen Männer gibt.

Wenn man nicht ganz so positiv eingestellt ist, so könnte man auf andere Ideen kommen. Die jungen Kerle sind einfach zu faul, sich eine eigene Bleibe zu suchen. Es ist ja auch viel bequemer sich wie ein kleiner Junge von der Mama umsorgen zu lassen. Ja, Wohnungen sind nicht so leicht zu bekommen und sie sind zumindest in Ballungszentren alles andere als preiswert – zumindest da, wo man als junger Mann wohnen will. Man will ja cool sein und wenn schon eine eigene Wohnung, dann im angesagten Viertel und nicht irgendeine Ein-Zimmer-Absteige. Ein eigenes Zimmer hat man ja schon im „Hotel Mama“. Es kann selbstverständlich auch sein, dass der junge Mann studiert und da lieber noch etwas länger sein Kinderzimmer nutzt.

Und was ist mit der so viel beschworenen Selbstständigkeit? Was ist mit der immer wieder geforderten Intimsphäre? Wenn Mama und Papa, wenn die kleinen Geschwister zuhause sind, wer will da eine Freundin mit aufs Zimmer bringen? Sex und alle hören zu? Will das ein junger Mann? Vielleicht stellt sich das Problem so gar nicht unbedingt, denn nach der Statistik leben nur noch 21 Prozent aller Frauen im Alter von 25 im „Hotel Mama“. Haben nun die meisten jungen Frauen eine eigene Wohnung oder  gemeinsam eine mit einem Mann oder leben die eher in einer WG?

Wenn ich so zurück denke, so war es in der DDR ein ganz wichtiges Thema, wie man an eine eigene Bude kommt. Wohnungen im heutigen Sinne war die erste eigene Bleibe – zumal als Single – wohl zumeist nicht. Doch man war froh, wenn man seine eigene Wohnungstür hinter sich zumachen konnte, zumal die elterliche Wohnung sich auch nicht dadurch auszeichnet, dass man Platz ohne Ende hatte.

Man nahm also was man bekam und versuchte – oft mit Hilfe von Freunden und Eltern – das, was man da als Wohnung hatte, wohnlicher oder überhaupt bewohnbar zu machen. Ausbauwohnung hieß das im DDR-deutsch. Woher das Baumaterial kam, ließ sich nicht immer nachvollziehen und so manche Arbeit wurde auch nicht nach Feierabend erledigt. Doch irgendwie hatte dafür nahezu jeder Verständnis. Man war ja selber auf Wohnungssuche oder hatte Kinder, denen das ebenso ging. Ich jedenfalls war stolz auf meine erste Hinterhaus-Kellerwohnung mit einem Miniklo und einem zweiflammigen Gaskocher. Der Fußboden war teilweise durchgebrochen aber wenigstens war alles trocken. Selbst der Kachelofen funktionierte.

Ja, ich weiß, dass klingt wie aus grauer Vorzeit und das ist es auch. Doch ewig im "Hotel Mama" wohnen, das wäre für mich nie eine Option gewesen.

Ich bin allerdings heute noch viel besser dran, denn ich teile mir die Wohnung mit der Besten Frau der Welt, mit der ich jetzt frühstücken werde.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und Gesundheit.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Christi Verklärung, Gilbert

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 06.08.2020

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