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Rettungsaktion auf Spiekeroog

Die beliebte Museumspferdebahn steht vor dem Aus

Nach einem turbulenten Jahr 2020 starten viele hoffnungsvoll in die ersten Monate des neuen Jahres. Doch zahlreiche Herausforderungen bleiben weiterhin bestehen – so auch die Rettung von Deutschlands einziger Pferdebahn mit regelmäßigem Fahrplan auf der Nordseeinsel Spiekeroog.

Die autofreie Insel im Wattenmeer ist besonders für ihr ganzheitlich nachhaltiges Konzept bekannt, aber auch die traditionsreiche Pferdebahn begeistert jedes Jahr zahlreiche Besucher. Doch das alte Deichtor, das für den Betrieb der Pferdebahn unerlässlich ist, schützt die Insel mittlerweile nicht mehr verlässlich vor Unwettern. Nach einem heftigen Orkantief und fünf aufeinanderfolgenden Sturmfluten musste es mit großen Sandsäcken abgesichert werden. Aus diesem Grund stehen dringend notwendige, aber kostspielige Sanierungsarbeiten an. Mit dem Projekt „Rettet die Pferdebahn“ sollen nun Spenden zusammenkommen, damit die historische Pferdebahn, die im letzten Jahr bereits ihr 135-jähriges Jubiläum feierte, erhalten bleiben kann.

Die Spendenaktion

100.000 Euro für die Sanierung des Deichtors – eine Summe, die weder die kleine Pferdebahn noch der Betreiber, der Museumsverein, stemmen können. Aber zum Glück ist die Spiekerooger Pferdebahn ein großer Sympathieträger und erfreute zahlreiche Generationen von Urlaubern auf Spiekeroog in den letzten 135 Jahren.

Auf der extra eingerichteten Website können Urlauber, Insulaner und Pferdebahnfreude spenden und somit bei der Finanzierung für die dringend notwendigen Arbeiten am alten und von Sturmfluten angegriffenen Deichtor helfen. Bisher sind schon 38.533 Euro in den letzten Wochen zusammengekommen, der Anfang ist also gemacht.

Kostspielige Sanierung des Deichtors

Nicht nur die Covid-19 Pandemie, sondern auch der Küstenschutz verhängten im letzten Jahr ein Fahrverbot für die Pferdebahn. Durch die heftigen Unwetter und sein Alter ist das Deichtor marode geworden und muss nun aufwendig saniert werden. Zunächst wurde die Maßnahme auf bis zu zwei Millionen Euro geschätzt, doch unter Einbeziehung von Experten und der Beharrlichkeit des Museumsvorstandes wurde eine Lösung gefunden, die den Fortbestand der Spiekerooger Pferdebahn erreichbar machte.

Der Inseldeich ist für den Schutz den Inseldorfes essenziell, daher wurden als zusätzliche Absicherung des alten Deichtors zunächst Sandsäcke vom Küstenschutz platziert, welche bald kostspielig entfernt werden müssen. Dies soll unmittelbar nach der Sturmflutsaison im Frühjahr passieren, damit anschließend wieder der Weg für Inselbahnpferd „Tamme“ und seinen historischen Wagen frei ist. Ab Herbst sollen dann neue Dammbalken in doppelter Reihung die Insel schützen. Durch die Sanierung wäre auch die Brücke am Deich wieder für Spaziergänger nutzbar. Um die notwendige Arbeit beginnen zu können, wendet sich der Inselmuseum-Verein, Betreiber der Pferdebahn, nun mit der Spendenaktion an die Mithilfe der Öffentlichkeit, denn die in Deutschland einzigartige 1-PS starke Institution soll nicht verloren gehen. Sollte bis zum Verbauen der Dammbalken im Herbst nicht die benötigte Summe zusammenkommen, besteht die Möglichkeit, dass das Projekt scheitert und der gesamte Deich geschlossen werden müsste.

Traditionsreiches touristisches Angebot

Bereits seit 135 Jahren fährt die Pferdebahn auf Spiekeroog und bringt ihre Passagiere sicher ans Ziel. Und das normalerweise drei- bis viermal täglich hin und zurück – wenn das Wetter es zulässt. Die Zugpferde Tamme und Eddie und ihr Kutscher Christian Roll führen momentan die lange und traditionsreiche Geschichte von Pferden und Kutschern an und der Nachname ist kein Zufall. Christian Roll ist als Spiekerooger Pferdebahner in die Fußstapfen seines Vaters getreten und führt heute sein Werk fort.

Zunächst für den Badebetrieb gedacht, fuhr die kleine Inselbahn die Spiekerooger Sommergäste zum Herren- und Damenstrand der Insel. Die Bedeutung der Pferdebahn stieg schnell, bereits einige Jahre später wurde die Gleisstrecke in Richtung „Alter Anleger“ erweitert und so konnten Insulaner wie Gäste vom Fährschiff bis in das Herz des Inseldorfes fahren. In den Anfangsjahren fuhr die Bahn noch über den Rathausplatz hinaus bis zum „Frankfurter Haus“.  Auch der damalige Flugplatz bekam in den Dreißigerjahren seine eigene Haltestelle. 1949 wurde die Pferdebahn durch eine kleine Diesellock ersetzt, der aufkommende Tourismus und die Frachttransporte bedurften einer neuen, effizienteren Lösung. So kam die Pferdebahn auf das Abstellgleis, bis 1981 der Betrieb als historische Pferdebahn wieder aufgenommen wurde. Hans Roll, ein großer Eisenbahnfan aus Pforzheim, organisierte aus dem Stuttgarter Straßenbahnmuseum einen offenen Sommerpferdewagen. Diesen nahm er am 31. Mai 1981 auf der Nordseeinsel wieder selbst in Betrieb. Seitdem fahren die Zugpferde und ihr Kutscher jedes Jahr zahlreiche begeisterte Urlauber über die Insel in den Inselwesten, vorbei an den unberührten Salzwiesen. 

Foto: Nordseebad Spiekeroog GmbH

 


Veröffentlicht am: 03.02.2021

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