Wir hören immer wieder ein Wort, dass noch vor kurzem kaum geläufig war. Ich meine Zeitenwende. Ehrlich, für mich verheißt Zeitenwende in dem zumeist verwendeten Kontext nichts Gutes. Nun ist es nichts neues, von einer Zeitenwende zu reden.
Mir begegnete dieses Wort gerade in einer Fernsehsendung. In der ging es um den Untergang alter Völker. Diesmal waren es die Völker der Bronzezeit. Von denen wissen wir nicht so viel. Bekannt ist, dass deren Zeit in Mitteleuropa um das 8. Jahrhundert v. Chr. endete und dass das vor allem die verschiedene Zivilisationen im Nahen Osten und im Mittelmeerraum betraf. Diese Gesellschaften hatten über eine längere Zeit ein beträchtliches wirtschaftliches und kulturelles Wachstum erlebt. Doch dann führten katastrophale Ereignisse zur Aufgabe der damaligen Städte und zum Untergang von Großmächten. Die Ursachen dieses Zusammenbruchs wissen die Historiker nicht wirklich. Sie vermuten jedoch eine Kombination von Faktoren, darunter Invasionen unter anderem von bis dato unbekannten Seevölkern, schwere Dürren mit Hungersnöten, Erdbeben und Handelsunterbrechungen.
Das kommt Ihnen bekannt vor? Mir auch, das klingt nach Krieg und Aufrüstung, nach Klimawandel und nach Protektionismus. Sicherlich hießen die damaligen Herrscher nicht Putin, Xi Jinping und Trump, nicht einmal von der Leyen oder Merz, doch das Ergebnis ihres Treibens – so meine Befürchtung – wird eine Zeitenwende sein, wie die Menschen sie so um 800 v. Chr. erleben mussten. Das bekannte Leben endete damit so vor nicht ganz 3.000 Jahren. Es folgte die Eisenzeit. Was wird dem Industrie- und Atomzeitalter folgen?
Na mal sehen. Bis dahin frühstücke ich erst einmal mit der Besten Frau der Welt.
Ich wünsche Ihnen dennoch ein genussvolles Frühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Mirjam, Sandra, Frank
Bild: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Von der Geschichte lernen
… ist keine schlechte Idee
Veröffentlicht am: 02.04.2025
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