
Anlässlich des Weltmännertags am 3. November hat das Statistische Bundesamt eine Auswertung zu Verkehrsunfällen von Männern und Frauen im Jahr 2025 veröffentlicht. Die aktuellen Unfallzahlen kommentiert Fani Zaneta, Referentin für Fahrerlaubnis, Fahreignung und Verkehrssicherheit beim TÜV-Verband.
"Dass Männer häufiger Unfälle verursachen als Frauen, kann verschiedene Gründe haben. Vielleicht gehen sie gerade in jungen Jahren größere Risiken ein. Möglicherweise legen Männer auch mehr Kilometer zurück, etwa auf dem Weg zur Arbeit oder bei Familienfahrten. Unabhängig vom Geschlecht gibt es Fahrer:innen, die Verkehrsregeln nicht ernst nehmen und die Straße als ihren persönlichen Spielplatz betrachten. Wer rast oder andere Verkehrsregeln missachtet, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen. Fahreignungsseminare helfen Verkehrssündern, ihr Verhalten zu reflektieren, und zeigen Wege auf, wie sie ihr Fahrverhalten langfristig ändern können. Für Auto- und Motorradfahrer, die bereits sechs oder sieben Punkte in Flensburg gesammelt haben sollten die Seminare verpflichtend eingeführt werden."
"Wie wichtig Rücksichtnahme und ein Bewusstsein für Risiken sind, müssen wir jungen Verkehrsteilnehmenden so früh wie möglich vermitteln. Außerdem muss Mobilitätsbildung Menschen von der Grundschule bis ins hohe Alter begleiten und darf nicht mit dem Erwerb des Führerscheins enden. Darüberhinaus brauchen wir eine fehlerverzeihende Verkehrsinfrastruktur, damit menschliche Fehler nicht gleich tödlich enden."
Methodik: Grundlage der Angaben sind Daten des Statistischen Bundesamtes. Die Zahlen sind online abrufbar. www.destatis.de
Quelle: © TÜV-Verband
Männer häufiger Unfallverursacher
TÜV-Verband fordert Mobilitätsbildung und fehlerverzeihende Straßen
Veröffentlicht am: 03.11.2026
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