
Am 28. Mai 2026 öffnet in der französischen Stadt Le Mans ein neues Highlight für Motorsport- und Technikfans: das M24 – Musée du Sport Automobile, die komplett neu konzipierte Weiterentwicklung des legendären Musée des 24 Heures du Mans.
Direkt am berühmten Circuit des 24 Heures du Mans gelegen, will das neue Museum nicht weniger als das weltweit führende Museum für Motorsportgeschichte werden – und zugleich zeigen, welche Bedeutung Innovationen aus dem Rennsport heute für Mobilität, Technik und Nachhaltigkeit haben.
Initiiert wurde das Projekt unter anderem von Pierre Fillon und Richard Mille, vom Automobile Club de l’Ouest und Veranstalter der 24 Stunden von Le Mans, die die Weiterentwicklung des Museums als wichtigen Schritt sehen, um das einzigartige Erbe des legendären Rennens für kommende Generationen erlebbar zu machen.
Ein Museum, das die 24 Stunden erlebbar macht
Das neue M24 setzt auf ein vollständig immersives Ausstellungskonzept. Besucher folgen dem dramatischen Ablauf des legendären Langstreckenrennens Schritt für Schritt – vom technischen Abnahmeprozess über den Start bis hin zum Zieleinlauf.
Die Ausstellung führt durch zentrale Momente des Rennens:
- Das „Pesage“ – die technische Kontrolle der Fahrzeuge
- Der Start des Rennens
- Der Circuit – mit Einblicken in Strategie und Technik
- Die Nachtphase in einem immersiven Raum
- Die Boxengasse und die Arbeit der Teams
- Rennleitung und Sicherheit – mit Safety-Car-Einsätzen und Flaggenregeln
- Der Sieg und die großen Momente der Motorsportgeschichte
Mit einer Sammlung von über hundert Fahrzeugen wird das M24 zudem das Museum mit den meisten originalen Siegerwagen der 24 Stunden von Le Mans weltweit sein.
Zu den restaurierten Highlights gehören legendäre Fahrzeuge wie die Bentley 3 Litre Le Mans Winner 1924 und die ikonische Ford GT40.
Motorsport zum Anfassen
Neben der Rennchronologie setzt das Museum auf interaktive Erlebnisräume:
- Materialbibliothek mit echten Rennsportmaterialien zum Anfassen – von Lenkrädern bis zu Fahreranzügen
- Restaurierungsatelier, in dem historische Rennwagen live restauriert werden
- Ausstellung zu den Motorradrennen der 24 Stunden
- Rekord-Galerie mit den erfolgreichsten Fahrern des Rennens
- Miniatur-Sammlung mit allen Siegerfahrzeugen der Rennhistorie
- „Allee der Helden“ mit den großen Persönlichkeiten des Motorsports
Ein eigener Bereich widmet sich außerdem anderen Disziplinen wie Formula One, IndyCar Series und Rallye-Sport.
Der Unternehmer und Uhrenpionier Richard Mille, selbst leidenschaftlicher Motorsport-Sammler und langjähriger Partner der 24 Stunden von Le Mans, stellt dem Museum zudem Teile seiner außergewöhnlichen Fahrzeugkollektion zur Verfügung.
Motorsport als Innovationstreiber
Das Museum zeigt nicht nur Geschichte, sondern auch Zukunft. Technologien, die heute selbstverständlich in Serienfahrzeugen sind – etwa Leichtbaumaterialien, Aerodynamik, Hybrid-Technik oder Sicherheitsinnovationen – wurden oft zuerst im Rennsport entwickelt.
Gerade Langstreckenrennen wie die 24 Stunden von Le Mans gelten als Labor für Innovationen: Fahrzeuge müssen maximale Leistung mit Effizienz, Haltbarkeit und Sicherheit verbinden.
Viele Lösungen aus dem Motorsport finden später ihren Weg in den Alltag – von effizienteren Motoren bis zu modernen Assistenzsystemen.
Die Rolle der Frauen im Motorsport
Auch Frauen haben die Geschichte von Le Mans geprägt. Eine der prägenden Persönlichkeiten hinter den Kulissen ist Annie Bosquet, die sich über Jahrzehnte in Organisation und Entwicklung des Rennens engagiert hat.
Das M24 widmet diesem Engagement und dem wachsenden Einfluss von Frauen im Motorsport ebenfalls Raum – ein Zeichen dafür, dass die Welt der Rennstrecken längst vielfältiger geworden ist.
Le Mans: Motorsport trifft Mittelalter
Ein Besuch im Museum lässt sich ideal mit einem Aufenthalt in der charmanten Stadt Le Mans verbinden.
Die historische Altstadt, die Cité Plantagenêt, gehört zu den schönsten mittelalterlichen Vierteln Frankreichs. Enge Gassen, Fachwerkhäuser und kleine Plätze führen zur beeindruckenden Cathédrale Saint-Julien du Mans.
Ein weiteres Highlight ist die außergewöhnlich gut erhaltene Gallo-Römische Mauer von Le Mans aus dem 3. Jahrhundert – eine der besterhaltenen römischen Stadtmauern Europas.
Auch außerhalb der Stadt lohnt sich ein Abstecher zur nahegelegenen Abbaye de l’Epau, einer der bedeutendsten Zisterzienserabteien Westfrankreichs aus dem 13. Jahrhundert.
Im Sommer verwandelt zudem das Lichtspektakel La Nuit des Chimères die Altstadt in eine stimmungsvolle Open-Air-Galerie.
Perfekter Ausgangspunkt für Westfrankreich
Le Mans liegt ideal für Rundreisen durch den Westen Frankreichs. Reisende verbinden den Besuch häufig mit:
- den Schlössern des Loiretals
- der Atlantikküste der Vendée
- den historischen Landschaften der Normandie
Naturfreunde entdecken zudem die wildromantische Landschaft der Alpes Mancelles – eine überraschend hügelige Region mit Flusstälern, Wanderwegen und malerischen Dörfern, nur eine kurze Fahrt von Le Mans entfernt.
Von Deutschland ist die Stadt bequem erreichbar: Mit dem TGV über Paris dauert die Reise beispielsweise von Frankfurt rund vier bis fünf Stunden.
Eröffnung des Museums: 28. Mai 2026
Ort: Circuit des 24 Heures du Mans, Le Mans
Fläche: rund 8.600 m²
Mit dem M24 entsteht ein Museum, das Motorsport nicht nur ausstellt, sondern erlebbar macht – und damit ein neues internationales Highlight für Technik-, Kultur- und Reiseinteressierte.
Neueröffnung des Motorsport-Museums M24 in Le Mans
Die Geschichte der 24 Stunden von Le Mans wird zum immersiven Erlebnis
Veröffentlicht am: 18.03.2026
Ausdrucken: Artikel drucken
Lesenzeichen: Lesezeichen speichern
Feedback: Mit uns Kontakt aufnehmen
Twitter: Folge uns auf Twitter
Facebook: Teile diesen Beitrag auf Facebook
Hoch: Hoch zum Seitenanfang




