
Die GAK freut sich Spektrum von Hella Gerlach anzukündigen, die vierte Ausstellung in der Reihe for fear of continuity problems, die sich in einem Teilbereich der GAK sowie den Posterrahmen im Außenraum mit Erinnerung und Gedächtnis auseinandersetzt.
In ihren Arbeiten beschäftigt sich Hella Gerlach (*1977, lebt in Berlin) mit Kommunikation und Beziehungen als Zusammenspiel von Körpern und Technik. Im Zentrum steht dabei oft die Berührung. Was berührt, hinterlässt eine Spur, löst eine Reaktion aus und bildet einen Datensatz, der sich in Technologien und Körper einschreibt. Das Spektrum, in dem diese Berührungen stattfinden können, ist groß. Mittels Sensoren und deren Erweiterungen können körperliche Berührungen große Distanzen ebenso überbrücken wie unterschiedliche Formen von Wahrnehmung zwischen Körpern.
Große und kleinere Wollobjekte, die Gerlach modelliert, gewaschen und weiter in Form gezogen hat, hängen an Gummiseilen im Raum. Sie sind teils mit Technik ausgestattet, was ihre Möglichkeiten der Reaktion auf Berührungen um Zitterbewegungen und Schwingungen erweitert. Die Kommunikation zwischen den Objekten selbst sowie zwischen ihnen und Menschen verläuft non-verbal und schreibt sich als Erinnerung ein. Inside-out heißt diese Serie taktiler Objekte, deren Formen an von innen nach außen gedrehte Körper erinnern.
Diese Bewegung zwischen Innen und Außen greift Hella Gerlach im Außenraum auf. Hier bringt sie die eigentlich innenliegenden Seiten ihrer aktuellen Publikation Kollagen auf die Wand. Anhand von Händen und Ohren, vorhandenen und neuen Buchseiten entfaltet sich auf der Gebäudehülle eine Text-Bild-Sammlung zu unterschiedlichen Formen und Gesten der Berührung. Jede Berührung ist eine Verkettung sensorischer Wahrnehmungen. Schwingungen werden übertragen und umgewandelt, weitergegeben und durch unzählige Materialien geleitet, gebündelt, gespeichert und wieder weitergegeben. Gerlachs Arbeiten verhandeln dabei durchaus auch Spannungen zwischen Körper und Technologie, zwischen Möglichkeit und Verletzlichkeit, Erweiterung und Verlust.
Zur Künstlerin
Hella Gerlach (*1977, lebt in Berlin) studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Philosophie an der Universität zu Köln, interdisziplinäres Design an der TH Köln und experimentelle Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit 2010 unterrichtet Gerlach Kunst mit Schwerpunkt auf dreidimensionaler Gestaltung in verschiedenen Bildungskontexten. Ihre Arbeiten wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter ACAPPELLA Neapel, AIL Wien, Machina Loci, Berkeley, Østfold Kunstsenter, Norwegen, Künstlerhaus Bremen, Stations, Berlin, Kunstverein Jesteburg, Kunstverein Hildesheim/Roemer-Pelizaeus Museum Hildesheim, Kunstverein Braunschweig, Goethe Institut Glasgow, Garden City Club, Kairo, Kunstverein Schwerin/Museum Schloss Schwerin, STUDIO Berlin, KW Berlin, Kunstverein Hamburg, Mark Morgan Perez Garage, Buenos Aires, Bonner Kunstverein, Kunstverein Langenhagen, Kunsthaus Dresden und Kunstpavillon Innsbruck.
Gerlach ist Mitglied des Bossman-Kollektivs (seit 2021), Initiatorin des Ausstellungsprojekts DIE FUGE (2009–2012), Redaktionsmitglied der ersten Ausgabe des Künstlermagazins SKULPI (2010), Mitinitiatorin der mobilen Ausstellungsplattform WHEELY (2005–2007) und Kuratorin im Kollektiv der Simultanhalle, Köln (2003–2006).
GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst e.V.
Teerhof 21, D 28199 Bremen
T +49 (0)421-50 08 97
E presse@gak-bremen.de
www.gak-bremen.de
Bild: ©Hella Gerlach
HELLA GERLACH „SPEKTRUM“
... ausgestellt im GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst e.V.
Veröffentlicht am: 24.03.2026
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