
(djd). Rund 18 Millionen Tonnen Verpackungsmüll fallen in Deutschland jedes Jahr an. Das entspricht etwa 215 Kilogramm pro Person. Wachsende Müllmengen führen dazu, dass insbesondere in den Städten die Entsorgung schwieriger und vor allem auch teurer wird.
Die gute Nachricht: Ein großer Teil der Abfälle lässt sich recyceln, wenn er in der richtigen Tonne landet. „Richtige Mülltrennung hilft beim Schutz der Umwelt“, erklärt Expertin Heike Rompusch vom Vonovia Wohnumfeld Service. „Gleichzeitig kann dies die Kosten für die Müllentsorgung reduzieren, was sich für Mieterinnen und Mieter bei den Nebenkosten bemerkbar machen kann.“
Papier, Verpackungen und Glas richtig sortieren
Damit Recycling funktioniert, müssen einige Materialien schon im Haushalt voneinander getrennt werden. In die Altpapiertonne gehören Zeitungen, Kartons oder Papierverpackungen. Selbst Briefumschläge mit Plastikfenster dürfen hinein. Stark verschmutzte Kartons, etwa ein fettiger Pizzakarton, gehören dagegen in den Restmüll. In die Gelbe Tonne oder Wertstofftonne kommen Verpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundstoffen. Dazu zählen Joghurtbecher, Konservendosen, Aluminiumfolie oder Getränkekartons wie Saft- oder Milchkartons. Wichtig ist dabei, dass die Verpackungen leer sind, ausgespült werden müssen sie jedoch nicht. Außerdem sollten Aludeckel zum Beispiel von Joghurtbechern immer abgezogen werden, damit die beiden Materialien separat recycelt werden können. Die Glasverpackungen wiederum werden im Altglascontainer getrennt nach Farben entsorgt.
Bioabfälle: Wertvolle Rohstoffe aus der Küche
Auch Küchenreste sind alles andere als wertlos. Obst- und Gemüseschalen, Kaffeesatz, Teebeutel oder Eierschalen werden in der Biotonne entsorgt, damit später daraus Kompost oder Energie in Form von Biogas entstehen kann. „Am besten sammelt man Bioabfälle in Papierbeuteln oder kleinen Behältern“, empfiehlt Expertin Heike Rompusch vom Vonovia Wohnumfeld Service. „Dabei sollte auf kompostierbare Plastiktüten verzichtet werden.“
Wohin mit Sofa, Matratze oder Teppich?
Manche Dinge sind schlicht zu groß für die Mülltonne. Alte Möbel, Teppiche oder Matratzen zählen zum Sperrmüll. In vielen Städte kann dafür ein Abholtermin gegen eine Gebühr gebucht werden. Alternativ können größere Gegenstände auch direkt beim Recyclinghof abgegeben werden. Oft lohnt sich dabei jedoch ein zweiter Blick: Ist der Schrank vielleicht noch brauchbar oder der Tisch zu schade für den Müll? Es kann sich lohnen, über Nachbarschaftsportale oder Tauschbörsen Möbel und Haushaltsgegenstände an andere weiterzugeben. Das spart Ressourcen und freut den neuen Besitzer.
Foto: djd/Vonovia/Offenblende
Richtig trennen, Ressourcen schonen
Worauf kommt es bei der Mülltrennung für das Recycling an?
Veröffentlicht am: 26.05.2026
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