
Auf deutschen Straßen wird viel geflucht: 98 Prozent der Autobesitzer ärgern sich beim Autofahren über andere Verkehrsteilnehmer, Parkplatzprobleme oder Behinderungen des Verkehrsflusses. An erster Stelle stehen Drängler, über die sich 44 Prozent der Autobesitzer ärgern. Dicht dahinter folgen für 43 Prozent aggressive Fahrer. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox.
Drängler und aggressive Fahrer am unbeliebtesten
Nur zwei Prozent geben in der repräsentativen Verivox-Umfrage an, sich beim Autofahren nie zu ärgern. 98 Prozent benennen bis zu drei Schmerzpunkte im Straßenverkehr, die sie am meisten nerven. Mit 44 Prozent gibt die größte Gruppe zu dichtes Auffahren an. Fast genauso viele (43 Prozent) nennen aggressive Fahrer, die grundlos hupen, wild gestikulieren oder riskant überholen.
Die Straßenverkehrsordnung ist diesbezüglich eindeutig – Abstandsverstöße und zu knappes Einscheren sind Ordnungswidrigkeiten. Wer dadurch einen Unfall verursacht, riskiert seinen Versicherungsschutz. „In der Regel kommt die Versicherung für den Schaden erst einmal auf“, sagt Aljoscha Ziller, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. „Sie kann den Versicherungsnehmer dann allerdings in den Regress nehmen und die Kosten ganz oder teilweise zurückfordern.“
Auch Parken kann zum Verdruss werden
Doch nicht nur das Verkehrsgeschehen, sondern auch das Parken kann eine Belastung sein. Für fast ein Drittel (30 Prozent) der Autobesitzerinnen und Autobesitzer zählen die Parkplatzsuche und andere Probleme beim Parken – etwa wenn ein anderer Fahrer den anvisierten Parkplatz besetzt – zu den größten Ärgernissen. Besonders ärgerlich ist das in Gegenden mit weniger Platz: 35 Prozent der Autofahrer aus Großstädten nennen diesen Punkt, aus Dörfern und Klein- sowie Mittelstädten sind es 28 Prozent.
28 Prozent der Autobesitzer ärgern sich beim Autofahren mit am meisten darüber, wenn keine Rettungsgasse gebildet wird; jeder Vierte, wenn ihm die Vorfahrt genommen wird. Auf den Rängen dahinter landen verschiedene Beschränkungen des Verkehrsflusses. Etwas mehr als jeder Fünfte (21 Prozent) ist genervt von Fahrradfahrern, die nicht überholen lassen oder vor dem Abbiegen kein Handzeichen geben. Ebenfalls jeweils 21 Prozent ärgern sich über langsame Fahrzeuge, die vorausfahren sowie über „Elefantenrennen“, also Lkw auf der mittleren oder linken Spur der Autobahn.
Sehr viel mehr Toleranz bringen Autobesitzer Ortsfremden entgegen, die sich offensichtlich nicht auskennen. Nur drei Prozent wählen diesen Punkt – gute Nachrichten für fast jeden Autofahrer, sofern er nicht ausschließlich in der eigenen Stadt oder dem eigenen Landkreis unterwegs ist.
Foto: Pixabay
Lichthupe und dichtes Auffahren
Drängler sind das größte Ärgernis auf deutschen Straßen
Veröffentlicht am: 27.04.2026
Ausdrucken: Artikel drucken
Lesenzeichen: Lesezeichen speichern
Feedback: Mit uns Kontakt aufnehmen
Twitter: Folge uns auf Twitter
Facebook: Teile diesen Beitrag auf Facebook
Hoch: Hoch zum Seitenanfang




