
(w&p) Die Emilia-Romagna zählt zu den facettenreichsten Genussregionen Italiens – ein Landstrich, in dem Wein, Küche und Kultur seit Jahrhunderten untrennbar miteinander verbunden sind und die Identität der Region prägen. Mit ihrem Auftritt auf der Vinitaly in Verona bringt die Region genau dieses Lebensgefühl auf die internationale Bühne und lädt dazu ein, ein Terroir zu entdecken, das gleichermaßen für Genuss, Geschichte und gelebte Gastfreundschaft steht.
Die Emilia-Romagna präsentiert sich dieses Jahr mit einer exklusiven Gemeinschaftspräsenz auf der Vinitaly und setzt damit ein starkes Zeichen für die enge Verbindung von Wein, Herkunft und Tourismus. Gemeinsam treten die Region, der Tourismusverband und die Enoteca Regionale als Partner auf und verwandeln Halle 1 in einen kuratierten Erlebnisraum, der ganz der Vielfalt der Region gewidmet ist. Besucherinnen und Besucher erwartet hier eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl herausragender Produzenten und Konsortien, gebündelt in einer regionalen Enothek, die das facettenreiche Profil der Emilia-Romagna eindrucksvoll widerspiegelt.
Kulinarische Botschafter direkt aus der Emilia-Romagna
Im Mittelpunkt steht dabei ein Ort des Austauschs und der Inspiration. Nach dem erfolgreichen Erlebnis des vergangenen Jahres mit dem weltweit berühmten Botschafter der Küche der Emilia-Romagna Massimo Bottura, wird das Restaurant dieses Jahr von seinem Freund und Spitzenkoch Carlo Cracco übernommen. Er hat für den Messeauftritt exklusive Menüs mit ausgewählten DOP- und IGP-Produkten der Region kreiert. Ergänzt wird das kulinarische Konzept durch eine stilvoll interpretierte „Piadineria“, die das traditionelle und berühmte Fladenbrot aus der Romagna in moderner Form neu interpretiert.
Zugleich versteht sich der Auftritt als Plattform für Begegnung und Wissenstransfer: Tägliche Vorträge und Masterclasses von Gambero Rosso, Enoteca Regionale, den teilnehmenden Weinkonsortien, dem Parmigiano-Reggiano-Konsortium und dem Nationalverein „Le Donne del Vino“ („die Weinfrauen“) verbinden fundiertes Fachwissen mit genussvollen Verkostungen und schaffen ein Format, das Information, Erlebnis und Storytelling auf elegante Weise vereint. Die Enoteca Regionale selbst, beheimatet in der eindrucksvollen Rocca di Dozza in den Hügeln oberhalb von Bologna, dient dabei als inhaltliches Vorbild – ein lebendiges Schaufenster der regionalen Weinkultur, dessen Anspruch sich konsequent im Messekonzept widerspiegelt.
Vier Konsortien, eine gemeinsame Weinidentität
Die Stärke dieses Auftritts liegt nicht zuletzt in der Vielfalt der beteiligten Akteure. Vier zentrale Konsortien – das Consorzio Tutela Lambrusco DOC, das Consorzio Vini di Romagna, das Consorzio di Tutela Vini DOC Colli di Parma und das Consorzio Tutela Vini DOC Colli Piacentini – bündeln ihre Kompetenzen und zeigen gemeinsam die ganze Bandbreite der regionalen Weinkultur. Unterschiedliche Landschaften, Rebsorten und Stilistiken greifen hier ineinander und formen das vielschichtige Profil der Emilia-Romagna, das von frischen, lebendigen Schaumweinen bis hin zu charaktervollen Rotweinen und eleganten Weinen aus den Hügellagen reicht.
So präsentiert sich Lambrusco heute beispielsweise deutlich differenzierter als oft vermutet – mal leicht, mal mit erstaunlicher Tiefe und Struktur. Der Lambrusco ist mehr als ein Wein, er ist vielmehr eine ganze Weinfamilie, die verschiedene perlende Rotweine mit lebhaftem, flüchtigem Schaum, veilchenartigem oder fruchtigem Bouquet, angenehmer Säure und mäßigem Alkoholgehalt, vom frizzante bis zum spumante, umfasst. In der Romagna prägen Weine wie Albana und Sangiovese das Bild. Albana mit ihrer strohgelben Farbe, die goldene Reflexe aufweisen kann, einen trockenen und leichten Tannin-Geschmack, der bei der trockenen Variante warm und harmonisch, bei der süßen und der Passito-Variante fruchtig und samtig wird. Sangiovese mit seiner rubinroten Farbe mit violetten Reflexen, der im Mittelpunkt zahlreicher Feste in der Romagna steht und sich durch ihre Ausgewogenheit von Eleganz und Struktur auszeichnet. Eine jüngere, interessante Bezeichnung ist Rimini DOC, darunter ist die Rimini Rebola mit ihrer von hellen bis goldenen Farbe, einem leicht fruchtigen Geruch und einem harmonischen und strukturiertem Geschmack sehr beliebt. Die Weine aus den Colli di Parma sind eng mit der regionalen Küche verbunden und zeigen sich entsprechend authentisch und vielseitig: Es sind Weiß- und Rotweine, still und perlend, aus verschiedenen Rebsorten – von der aromatischen Malvasia di Candia und dem Sauvignon blanc zu den Rotweinen Barbera und Bonarda. In den Colli Piacentini wiederum verbindet sich Tradition mit aromatischer Vielfalt, die vom charaktervollen Gutturnio über duftige Malvasia bis hin zu frischem Ortrugo reicht, die das Profil dieser Hügellandschaft präzise widerspiegeln.
Kulinarische Identität
Untrennbar mit dieser Weinvielfalt verbunden ist die kulinarische Identität der Region, denn ihre Weine sind die perfekte Begleitung der charaktervollen Spezialitäten dieses Landes. Die Emilia-Romagna gilt nicht ohne Grund als eine der bedeutendsten Genussregionen Italiens und als Herz des sogenannten „Food Valley“. Mit inzwischen offiziell 45 Produkten mit geschützter Ursprungs- und geografischer Angabe – zuletzt ergänzt durch den traditionellen Gemüsekuchen Erbazzone Reggiano – verfügt sie über eine außergewöhnliche Dichte an kulinarischen Spitzenprodukten, wie sie kaum eine andere Region Europas vorweisen kann. Namen wie Parmigiano Reggiano, Prosciutto di Parma oder Aceto Balsamico Tradizionale stehen weltweit für höchste Qualität und handwerkliche Perfektion, während frische Pasta wie Tortellini oder Tagliatelle die tiefe Verwurzelung der Küche im Alltag widerspiegeln.
Foto: SA Marco Nenzioni, Wiki Loves Monuments
Emilia-Romagna auf der Vinitaly in Verona
Eine lebendige Weinkultur zwischen Tradition und Zukunft
Veröffentlicht am: 13.04.2026
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