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15.09.2019

 

 


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Morgengruß von Helmut Harff: Es lebe das Buch

… am Tag des Buches

Heute richten sich sicherlich viele Augen auf das Buch. Das ist nicht verwunderlich am „Tag des Buches“. Das wurde schon oft tot gesagt, genau wie die Lust am Lesen. Doch wie heißt es so schön: "Tod Gesagte leben länger“. Anders gesagt: Das Buch ist tot, es lebe das Buch.

Doch wie begann das alles? Schon in den gern  als die „Goldenen  Zwanzigern“, genauer gesagt im Jahr der beginnenden Weltwirtschaftskrise 1929 wurde der „Tag des Buches“ erstmals gefeiert. Am 10. Mai 1947 wurde der „Tag des Buches“  von Kulturvertretern sämtlicher Berliner Sektoren als Gedenktag anlässlich der Bücherverbrennung 1933 in Deutschland begangen. In der DDR wurde er als „Tag des freien Buches“ weitergeführt. Im Westteil des Landes dauerte es bis 1983, bis durch den Börsenverein des Deutschen Buchhandels der „Tag des Buches“  - ohne den Zusatz "frei" - wieder eingeführt wurde.

Also ist heute wieder der „Tag des Buches“. Lesen? Bücher? Ist das nicht etwas für die Alten? Wie beantwortet man die Frage angesichts von 82.636 im Vorjahr aufgelegten Titeln, wenn in dieser Zahl E-Books und Print-on-Demand-Produktionen kaum enthalten sind? Vor einem Jahrzehnt lag die Zahl allerdings noch bei rund 95.000 Titeln. Damals spielten E-Books und Print-on-Demand-Produktionen noch keine Rolle.

Doch auch wenn noch immer sehr viel neue Titel aufgelegt werden,  gibt es immer mehr Bücher, die nicht mehr wiederaufgelegt werden und unter Umständen schnell ins Moderne Antiquariat abwandern. Das ist vor allem in den Buchhandlungen deutlich sichtbar. Einige Bestseller stapeln sich dort meterhoch. Fragt der Kunde aber nach Titeln, die es nicht in die Bestseller-Listen geschafft haben, müssen viele Händler passen. Doch da gibt es ja noch den Online-Handel. Sind die Buchhändler selber schuld, wenn sie nur auf Bestseller setzen.

Sie sind sicherlich genau wie die Verlage auch mit dafür verantwortlich, dass Männer – so ist immer zu lesen und zu hören – nicht unbedingt zu den Leseratten der Nation gehören. Männer sind Lesemuffel? Ich kann das nur bedingt nachvollziehen. Ich glaube, dass Männer, aber nicht nur die, unter Lesen das Konsumieren von Belletristik verstehen. Da haben unter Umständen die Männer Defizite.

Doch wie ist das mit Sachbüchern, wie mit Kochbüchern, wie mit Büchern zu ihrem Lieblingsverein, zu Autos, Yachten, wie mit Reiseführern? Ist das Studium, das Lesen solcher Bücher, zu denen auch reine Fachbücher gehören, für die Männer überhaupt lesen? Ich glaube nicht. Man müsste also die Männer nicht danach fragen, ob sie lesen. Man müsste sie fragen, ob sie Bücher nutzen. Dann würden wir Männer ganz sicher nicht mehr die Deppen der Nation sein.

Wer jetzt sagt, dass Frauen eben mehr Romane, mehr Gedichte oder ähnliches lesen und damit dem Bildungsbürgertum näher stehen, den frage ich, ob irgend welche in Masse geschriebenen Liebes-, Science-Fiction- oder Horrorbücher bessere Bücher als Reiseführer, Auto-Bildbände oder ein Buch über die Fußball-Campions-League sind.

Eigentlich ist es gar nicht so wichtig, wer was liest. Wichtig ist, dass Menschen Bücher schreiben, andere die verlegen und verkaufen und schlussendlich wir die nicht nur im Regal zu stehen haben, sondern die immer wieder zur Hand nehmen.

Es gibt für mich nur wenige Ort, an denen ich nicht lese. Einer ist der Frühstückstisch. Da kann man sich aber sehr trefflich über Bücher unterhalten.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und viel Spaß beim Lesen.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 10.05.2019

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