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Morgengruß von Helmut Harff: Sch…

… dachte ich gestern

Ich weiß, das Sch-Wort sagt und schreibt man nicht, auch wenn das heute sehr viele Menschen fast überall tun. Doch gestern kam es mir laut und voller Empörung über die Lippen. Nein, es ging nicht um die Politik, es ging um die Umwelt.

Ich hörte gestern davon, dass der amerikanischer Abenteurer Victor Vescovo im Marianengraben einen neuen Weltrekord im Tiefseetauchen aufgestellt haben soll. Dazu meinen Glückwunsch. Er stellte dabei noch einen eher lustigen Weltrekord auf: Er hatte seinen Eispickel dabei, mit dem er nach eigenen Angaben 2010 den Mount Everst bestiegen hatte. Der Eispickel ist demnach die erste Gerätschaft, die sowohl auf dem höchsten als auch auf dem tiefsten Punkt der Erde gewesen ist. Wohl ein Rekord für die Ewigkeit.

Ein anderer Weltrekord sollte keineswegs für die Ewigkeit sein. Der US-Investor entdeckte die bisher am tiefsten abgetauchte Plastiktüte. Einerseits kann man das Material bewundern, das einen Druck von 1.000 Bar aushält und mal so auf fast 11.000 Meter abtauchen kann. Andererseits dachte ich eben das böse Wort. Sind wir schon so weit, dass wir selbst an der tiefsten Stelle der Erde, an der ganz sicher noch nie ein Mensch mit Plastiktüte spaziert ist, mit unserem Müll verschandeln?

Plastik in der Tiefsee, in den Meeren, an den Polen, in unseren Seen und Wäldern – Plastikmüll in unbekannter Menge und Qualität – das macht mir Angst. Noch mehr Angst macht mir die Hilflosigkeit der Menschheit gegen die Vermüllung der Erde. Es gibt – zumindest habe ich noch nie davon gehört – Ideen, den Plastikmüll irgendwie zu eleminieren.

Wir haben auch keine Idee, wie wir es schaffen könnten, den zukünftig anfallenden Berg an Plastikmüll auch nur etwas zu reduzieren. Trinkhalme, Plastiktüten für den Einkauf oder Einweggeschirr aus Plastik zu verbieten, ist so, als ob man meint, einen Verdurstenden mit einem Fingerhut voll Wasser vor dem Verdursten retten zu können. Wahrscheinlich hinkt dieser Vergleich noch – zugunsten des Verdurstenden.

Die Politik, aber vor allem die Wissenschaft und die Wirtschaft müssen sich sofort – sofort im Sinne von Schabowski und der Maueröffnung – dieses Themas annehmen. Hier winken unendlich viel Geld, viel Prestige und so mancher Nobelpreis. Gegen die Plastikflut ist – so meine Sicht – der Klimawandel ein marginales Problem. Doch was machen wir: Nichts!!! Das ist Mord auf Raten, den nicht einmal Ratten und Kakerlaken entgehen können – und die sollen sogar einen Atomkrieg überleben.

Ich blicke gerade auf den Frühstückstisch und sehe keine Plastik. Es geht also ohne.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 16.05.2019

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