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16.10.2019

 

 


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Morgengruß von Helmut Harff: Frau allein reicht nicht

Ein etwas anderer Wahlrückblick

Landauf, landab wird heute bei einigen Parteien gefeiert, bei einigen leckt man sich die Wunden. Überall werden die Ergebnisse der Europawahl ausgewertet und diskutiert. Das wird wohl noch einige Zeit so gehen. Dem will ich mich gar nicht verschließen.

Doch ich wage mal einen etwas anderen Blick auf die Wahlergebnisse in Deutschland. Die allermeisten Parteien haben sich ja mehr Weiblichkeit, mehr Frauenpower auf die Fahnen geschrieben. Sieht man sich mal an, welche Parteien nun ausschließlich Frauen, welche eine Doppelspitze und welche Männer als Parteivorsitzende haben, so ergibt es ein erstaunliches Bild.

Doch hier erst einmal alle Parteien und deren Vorsitzende, die wohl Menschen ins Europäische Parlament entsenden:
CDU: Annegret Kramp-Karrenbauer
CSU: Markus Söder
SPD: Andrea Nahles
Grüne: Annalena Baerbock, Robert Habeck
AfD: Jörg Meuthen, Alexander Gauland
Linke: Katja Kipping, Bernd Riexinger
FDP: Christian Lindner
Die Partei: Martin Sonneborn
Freie Wähler: Hubert Aiwanger
ÖDP: Christoph Raabs
Tierschutzpartei: Sandra Lück, Matthias Ebner, Robert Gabel
Familienpartei: Helmut Geuking
Piraten: Sebastian Alscher
Volt: Andrea Venzon

Das heißt, dass sechs Parteichefinnen oder Mitvorsitzende 13 Männern in gleichen Funktionen gegenüber stehen. Die großen Verlierer der Europawahl – SPD und CDU – werden von Frauen geführt. An der Spitze der Linken – auch sie verloren - steht ebenfalls (auch) eine Frau. Dass es auch umgekehrt geht, zeigen die Grünen.

Die Europawahl zeigt aber auch, dass die Zeit für die sogenannten Volksparteien zumindest vorübergehend abgelaufen ist. Schließlich hat keine Partei auch nur 30 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen können. Dagegen gibt es derzeit vier Parteien, die aktuell auf zweistellige Wahlergebnisse verweisen können. Das lässt für die nächsten nationalen Wahlen, vor allem für die nächste Bundestagswahl und die möglichen Koalitionen einiges an Turbulenzen erwarten. Eigentlich kann sich keine Partei mehr leisten, irgendwelche Koalitionen auszuschließen, zumindest dann, wenn sie mitregieren will.

Mal sehen, ob die SPD und die CDU weiter bei ihren Chefs mehr auf das Geschlecht als auf die Qualifikation achten. Mal sehen, wie lange man in den einstigen Volksparteien noch darauf setzt, dass mehr Frau auch mehr Ehr bedeutet. Ich bin auch mal gespannt, wie die Wähler in einigen Jahren abstimmen, wenn die Grünen viele Großstadt-Rathäuser erobert haben und ihre politischen Vorstellungen dann auch in die Tat umsetzen.

Doch eines darf man auf keinen Fall vergessen: Die Wahlbeteiligung stieg gegenüber der letzten Europawahl um satte 13,3 Prozent auf 61,4 Prozent. Von Politikverdrossenheit darf da nun wirklich niemand mehr reden.

Ich wähle jetzt – mein Frühstück mit der Besten Frau der Welt.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 27.05.2019

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