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Morgengruß von Helmut Harff: Nie wieder Bahn

... zumindest nie wieder Deutsche Bahn



Heute früh hörte ich, dass Scheuer - das ist unser Verkehrsminsiter - wieder einmal die Welt retten will. Er will, dass die Deutsche Bahn ab 2038 vollständig mit Ökostrom fahren soll.

Das ist doch toll, wird das Weltklima sich denken und sich gleich eine Bahncard 100 kaufen. Ehrlich, mir ist völlig egal, womit 2038 die Bahn fährt. Ich hoffe nur, dass die Wissenschaft bis dahin wirklich neue Ideen hat, denn Ökostrom ist garantiert nicht des Rätsels Lösung. Vielleicht fährt man ja dann auch wieder CO²-neutral mit Holz.

Doch das werde ich wohl kaum noch erleben. Ich bin mir allerdings auch ziemlich sicher, dass ich es nicht mehr erleben werde, dass die Deutsche Banhn ein pünkliches und kundenorientiertes Dienstleistungs- und Transportsunternehmen wird. Komisch nur, dass sie das mal war - als man noch die Kessel mit Holz oder Kohle heizte, es noch Schrankenwärter und Streckenläufer gab.

Heute gibt es eigentlich nur noch Chaos bei der Bahn, wie ich gestern wieder einmal auf der Fahrt von Berlin nach Hamburg und zurück erleben durfte. Insgesamt mehr als drei Stunden Verspätung sammelte ich auf einer der meistbefahrenden Strecken an nur einem Tag ein. Ja, so etwas kann passiern, doch ich war wohl der Einzige, der wenigstens auf eine Entschuldigung des Bahnpersonals hoffte. Statt dessen wurde man mit den Worten "Herzlich willkommen auf unserer Fahrt von..." begrüßt beziehungsweise verhöhnt. Man wusste bei der Deutschen Bahn nicht einmal, wie ihre Züge zusammengestellt sind. In Hamburg lief eine Laufschrift, wonach es im Zug keine Bewirtschaftung geben wird. Kaum im dann irgendwann eingefahrenen Zug gestiegen wurden wir in den Buffettwagen eingeladen.

Mein gestriger Gedanke war, dass sich das bei der Deutschen Bahn wohl nie ändern wird - es sei denn, man spekuliert darauf, dass es noch schlimmer wird. Doch wenn dem so ist, dann muss man wohl die Bahn verstaatlichen und sofort an jemand verkaufen, der Bahn kann. Ich denke an die Österreicher, die Schweizer, die Japaner oder Chinesen. Wahrscheinlich würde die Bahn sogar unter nordkoreanischer Direktion besser unterwegs sein als heute.

Bis es soweit ist, schlage ich vor, dass die leitenden Mitarbeiter der Deutschen Bahn so lange nur den Mindestlohn bekommen, bis die Bahn mindestens zu 90 Prozent pünklich ist.

Was mich auch massiv ärgert, ist die nicht gern angebotene Entschädigung. Was nützt es all den Dienstreisenden, die mit der Deutschen Bahn unterwegs sind, wenn sie wie ich an einem Tag drei Stunden vertrödeln, wenn ihre Unternehmen etwas von den Reisekosten zurück bekommt? Genau: nichts. Man muss endlich dazu übergehen, die Reisenden, also die Opfer der Deutschen Bahn, zu entschädigen. Die muss schon ab einer Verspätung - deren Grund völlig egal ist - von mehr als 5 Minuten gezahlt werden. Mein Vorschlag wäre, für die ersten 30 Minuten gibt es 1 Euro je Minute, ab 30+1 Minute 2 Euro je Minute - und so weiter. Bei mir waren es gestern mehr als 180 Minuten. Nach meiner Rechnung würden mir damit mehr als 540 Euro (180 x 3 Euro) zustehen. Bahnfahren wäre damit ein gutes Geschäft.

Eines hat die Deutsche Bahn gestern auf jeden Fall erreicht. Ich werde nur noch unter Androhung von Gewalt oder bei Lebensgefahr Bahn fahren. Das tut mir Leid für das Weltklima und den Fortbestand der Menschheit - doch Schuld daran sind Politiker vom Format eines Scheuer und die Führungsclique der Deutschen Bahn.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 04.06.2019

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