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Morgengruß von Helmut Harff: Genussreisen

Voller Neugier in den Urlaub

Es ist Ferienzeit, es ist Reisezeit. Das ist nun keine neue und schon gar keine sensationelle Feststellung. Schließlich sind wir (fast) Reiseweltmeister. Doch genießen wir unseren Urlaub auch?

Wenn man sich so umsieht, gibt es viele Zeitgenossen, die uns den Urlaub irgendwie nicht gönnen, ihn uns vermiesen wollen. Ich meine all die, die uns mit der Öko-Keule drohen, wenn wir es wagen, uns im Urlaub mehr als 100 Kilometer von unserem Wohnort zu entfernen. Ob all die, die da die Keule schwingen, wirklich ihren Urlaub auf Balkonien, im Garten oder im Stadtpark verbringen und sich dabei auch sonst ökologisch sauber verhalten?

Wie ist das aber damit, dass Reisen bildet? Soll nicht ein Grund für die Schwierigkeiten vieler Ex-DDR-Menschen mit Ausländern gerade darin liegen, dass man zu sozialistischen Zeiten nur eine Handvoll Länder besuchen konnte und auch das nicht schnell mal so? Ist die reisefeindliche Öko-Keule vielleicht eine sehr geschicktes Instrument für weitere Wahlerfolge der AfD im Osten?

Ich bin ein Befürworter der Aussage, dass Reisen bildet. Reisen bildet vor allem dann, wenn man sich auf sein Gastland einlässt. Wer sich nicht vor die Tür seines Reiseressorts traut, wer den Campingplatz nicht verlässt, wie soll der etwas von seinem Gastland, von den dortigen Menschen, von der dortigen Kultur, von den dortigen Genüssen mitbekommen?

Nein, man muss nicht jedes Museum, jedes Gotteshaus, jeden alten Stein, jede noch so gepriesene Sehenswürdigkeit besuchen. Man muss auch nicht mit dem Reiseführer in  der Hand jedes Welterbe besuchen, man muss nicht überall gewesen sein. Ich selber streife lieber umher, lasse mich gern treiben, beobachte das Leben, die Menschen. So gehe ich gern mal früh, vor dem Frühstück raus. Ich mag Orte, wenn sie gerade erwachen. Dann stören keine anderen Touristen, zumindest keine in Horden und auch keine grölenden.

Ich setzte mich dann gern auf einen Kaffee oder Tee - gebuchtes Frühstück hin oder her - in ein Straßencafé und schaue dem frühen Treiben zu. Das geht in Städten, am Meer und im Gebirge. Ich sitze überhaupt gern in Gaststätten der unterschiedlichsten Art. Wichtig ist nur, dass es dort einheimische Küche, einheimische Getränke, kurz einheimische Genüsse gibt. Deshalb bin ich auch kein Freund von Halb- oder gar Vollpension, es sei denn, in meinem Feriendomizil gibt es regionale Speisen.

Das gilt im Übrigen für das Ausland, aber auch für Urlaube in Deutschland. Fischbrötchen in Bayern, Pizza oder Döner irgendwo, Thüringer Rostbratwurst im Harz, das will ich nicht. Jede Region hat seine Spezialitäten, überall gibt es regionales Bier oder auch regionales Hochprozentiges. Milch und Käse in den Alpen schmecken eben anders, als in Mecklenburg-Vorpommern. Da kaufe ich nicht im Supermarkt, gehe nicht bei irgendwelchen Abfütterstellen essen.

Reisen bildet – auch unsere Geschmacksnerven. Man muss das nur wollen, muss auch hier neugierig sein. Deshalb verstehe ich nicht, warum Menschen immer jammern, dass es im Urlaub keine „deutsche Küche“ gibt, zuhause aber ständig den Pizzaservice bemühen.

Ja, wir sollten auf unseren ökologischen Fußabdruck im Urlaub achten. Das tut man auch dadurch, dass man das im Urlaub isst und trinkt, was in der Region üblich ist. Wenn man dann bei seinem Einkauf auch noch den guten alten Stoffbeutel dabei hat und auf sehr vieles, was aus Plastik besteht, verzichtet, muss man sich von Öko-Keulenschwinger seinen Urlaub nicht vermiesen lassen.

Was liegt also heute näher, als dass es zum Frühstück Schrippen vom Bäcker um die Ecke gibt.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück - auf Balkonien oder irgendwo auf der Welt.

Foto:
Pixabay

 


Veröffentlicht am: 09.07.2019

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