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Morgengruß von Helmut Harff: Damals

… war alles besser

Nein, damals war sicher nicht alles besser. Vieles wussten wir einfach vor 50, 60 Jahren nicht anders, vieles wussten wir nicht und das allermeiste ahnten wir nicht einmal.

Damals wussten wir nicht, dass man sich vielleicht ungesund ernährt, man war froh, dass man etwas auf den Tisch bringen konnte. Damals interessierte es wirklich niemand, wenn in China der sprichwörtliche Sack Reis umfiel und Mann war froh, wenn er am Sonnabend seine 48 Stunden-Arbeitswoche halbwegs intakt hinter sich gebracht hatte. Man freute sich auf seine 10 Tage Urlaub – irgendwo am Badesee oder dem kleinen Garten.

Damals gab es noch kaum Kühlschränke und der Eismann brachte keine Tiefkühlkost sondern eben das Eis für den gleichnamigen Schrank. Teppiche wurden noch unter viel Kraftaufwand geklopft und die Böden genauso kräftezehrend gebohnert. Nicht weniger aufwändig war das Waschen der Wäsche und der Kinder. Autos in Privathand waren damals so selten wie heute Privatflugzeuge.

Die Küchenausstattung bestand aus einem Fleischwolf und einer Brotschneidemaschine – beides selbstverständlich mit Handbetrieb. Dazu brauchte man keine x-Meter lange Arbeitsfläche, da reichte die des Küchenbuffets.

Einkaufen ging man damals mit der Milchkanne, Senf und Maggi gab es genauso lose wie Mehl, Zucker oder Nudeln. Bonbons und Zigaretten gab es im Tante-Emma-Laden einzeln. Kartoffeln, Obst und Gemüse wurden einzeln ausgewogen. Gleiches galt für Butter, Wurst und Käse. Nichts gab es abgepackt. Was es sonst an Verpackungen oder Papier gab, wurde – zumindest im Osten – gesammelt und wiederverwendet.

Warum ich das nun wieder erzähle? Weil uns heute angesichts des Klimawandels ja so viele tolle Vorschläge gemacht werden, wie wir unsern ökologischen Fußabdruck verkleinern können. Eigentlich müssen wir uns nur an damals erinnern. Klar möchte ich auf viele technische Neuerungen nicht verzichten. Doch warum braucht man für einen kleinen Haushalt einen Geschirrspüler, warum tausende Geräte in der Küche? Warum betreiben wir – Stichwort Kühltruhe – so eine Vorratswirtschaft, als ob morgen alle Supermärkte geschlossen werden? Warum gibt es keinen, der uns unsere gebrauchen Gläser und andere notwendigen Verpackungen – wie bei diversen Getränkeflaschen und –dosen - wieder zurück kauft? Warum gehen wir nicht dreimal wöchentlich einkaufen, sondern hauen unser Auto voll – und schmeißen dann viel zu viel weg?

Weil wir für das Damals keine Zeit haben? Ist es nicht viel mehr so, dass wir furchtbar lange dafür arbeiten, dass wir dann die Geräte haben und Dinge tun, die wir brauchen um die Zeit zu haben, arbeiten zu gehen? Nein, nein, ich will nicht der „guten alten Zeit“ das Wort reden. Ich will nur einmal anregen, darüber nachzudenken, ob wir nicht völlig sinnlos die Ressourcen der Erde, aber auch unsere eigenen auf dem Altar eines vermeintlichen Fortschritts opfern.

Sicherlich müssten wir unser Leben, unser Zusammenleben anders organisieren, sicherlich brauchen wir für einige Dinge etwas mehr Zeit. Doch die hätten wir ja, wenn wir ohne großen Verzicht, ohne Verzicht auf Dinge, die das Leben wirklich erleichtern – ich denke an den Staubsauger oder die Waschmaschine, um nur zwei zu nennen – uns doch einmal zurück besinnen. Damals war ganz sicher vieles nicht gut, doch das müssen wir ja nicht wiederholen.

Um mich zu wiederholen: Warum verbrauchen wir, wie gerade zu erleben, völlig sinnlos die Ressourcen der Erde und unsere eigenen? Plastiktrinkhalme zu verbieten ist ganz sicher kein Beitrag zur Rettung des Weltklimas – ziemlich wahrscheinlich nicht einmal der Ausstieg aus der Kohleverstrohmung.  Wir sollten viel lieber das tun, was uns vom Tier unterschiedet – nachdenken, unseren Kopf gebrauchen. Das hat man beispielsweise beim bösen Autobauer VW gemacht. Die können nun den Stickoxydausstoß der Dieselmotoren massiv senken. Was es so alles gibt.

Bei mir gibt es jetzt erst einmal Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein zünftiges Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 31.08.2019

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