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15.10.2019

 

 


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Morgengruß von Helmut Harff: Was der Klimawandel schafft

… weltweit, in Deutschland und der Politik


Heute gibt es eigentlich nur ein Thema: Der Klimawandel. Die Bewegung „Fridays for Future“ hat weltweit zu Klimastreiks aufgerufen. Schüler tauschen das Klassenzimmer gegen die Straße. Kirchen geben ihren Mitarbeitern streikfrei. Auch Unternehmen haben das angekündigt. Nur, kein Arbeitnehmer darf in Deutschland heute für mehr Klimaschutz streiken. Das wäre illegal, denn politische Streiks sind in Deutschland verboten.

Es ist sicherlich Zufall, das gerade heute nach achtjähriger Vorbereitung die deutsche „Polarstern“ zur wohl größten Arktis-Expedition aller Zeiten aufgebrochen ist. Ziel ist, zu verstehen, was da unter dem Stichwort Klimawandel in der Arktis passiert. Die Arktis – das ist weit weg, könnte man meinen, doch wenn es dort warm wird, müssen wir gerade in Europa kalte Füße bekommen. Mich wundert nur, dass wir trotz tausender Satelliten, trotz vieler Forschungsexpeditionen und Forschungsstationen augenscheinlich nicht wirklich wissen, was da rund um den Nordpol passiert.

Und dann tagen unsere Politiker. Sie sollen jetzt – so gegen 7:00 Uhr – schon 14 Stunden verhandeln. Dann will man schon um die Mittagszeit das Klimaschutzprogramm der Großen Koalition vorlegen. Ich verstehe nicht, warum man fast wörtlich 5 vor 12 stundenlang über etwas verhandelt, über das man schon Monate lang redet. Die da reden, sind zwar Verhandlungen gewöhnt, aber auch nicht mehr zwanzig oder 30 Jahre alt. Wer will mir erzählen, dass die zumeist älteren Damen und Herren allein physisch in der Lage sind, 14 oder mehr Stunden zu verhandeln. Dann muss das noch alles zu Papier gebracht, nochmals abgestimmt und dann präsentiert werden. Das soll in vier Stunden passieren?

Wenn ich die drei Dinge betrachte, so scheint das alles toll. Doch wenn man mal genauer hinsieht, bleibt ein flaues Gefühl. Damit meine ich nicht nur die Politik. Zu lesen ist, dass es heute in Deutschland in knapp 600 Städten Klimastreik-Aktionen geben soll. Das klingt viel, doch angesichts von 2.056 Städten, die es in Deutschland laut Wikipedia geben soll, ist das nicht mehr so toll. Und dann droht der für die Bildung zuständige bayrische Minister den Schülern, aber auch den Lehrern, die heute wegen des Klimastreiks der Schule fern bleiben. Ist Bayern doch kein Klimaschutz-Musterland?

Doch selbst wenn ich das alles durch die rosarote Brille sehe, habe ich kein Grund dazu, die Dinge wirklich positiv zu sehen. Warum? Weil ich noch nie irgendwo gehört habe, dass jemand wirklich Konsequenz zeigt. Die Politiker in Berlin fahren noch immer in dicken Limousinen durch die Gegend, die Kirchen haben ihren Fuhrpark nicht von Verbrennern auf klimafreundliche Autos umgestellt. Auch vom Austausch alter Heizungen in Gotteshäusern habe ich noch nichts gehört.

Ähnlich scheint es bei den Unternehmen zu sein. Mal Leuten am Freitag frei zu geben, ist das eine,  seinem Laden in Richtung CO²-Neutralität umzustellen oder gar klimaschädliche Produkte gar nicht mehr herzustellen – so weit wird wohl kaum jemand gehen.

Wenn wir aber verhindern wollen, dass die nächste Arktis-Expedition nicht mehr durch das Polarmeer driften kann, weil kein Eis mehr da ist, muss eben viel mehr als ein Beschluss der Bundesregierung oder ein weltweiter Klimastreik passieren. Wir müssen handeln und in ganz anderen Dimensionen denken als bisher. Dafür bedarf es völlig neuer Ideen und vor allem eines nicht – klein-klein und Eigennutz.

So, nun gibt es erst einmal Frühstück mit einem Ei vom Huhn vom Landwirt nebenan. Eierkocher? Den braucht doch niemand.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 20.09.2019

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