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Morgengruß von Helmut Harff: Unser täglich Brot gib uns heute

... bitten täglich viele Menschen

Unser täglich Brot gib uns heute…, heißt es im Vaterunser-Gebet, das täglich Millionen Christen beten. Es sind sicherlich mindestens genau so viele Menschen, die schlicht um etwas Brot bitten, weil sie Hunger haben.

Brot, eines der ältesten Lebensmittel, die man so nicht in der Natur findet, gehört seit tausenden von Jahren zu den wichtigsten Dingen, die uns Menschen satt machen. Fehlt das Brot, so kann es zu Hungerrevolten kommen. Brot muss sein und es muss bezahlbar sein.

Da wundert es nicht, wenn es einen „Welttag des Brotes“ gibt. Den hätten wir als die zumindest gefühlten Brotweltmeister ins Leben rufen müssen. Doch die Initiative ging von der International Union of Bakers and Confectioners (UIBC) aus. Das ist ein internationaler Interessensverband des Bäckerwesens, der mit diesem Aktionstag rund um das Brot, dessen Bedeutung für die globale Ernährung in den Fokus der Weltöffentlichkeit rücken möchte.

Aufgreifen möchte ich die Idee der Foodbloggerin Zorra vom Blog kochtopf.me. Sie forderte schon 2006 auf, am „Welttag des Brotes“ – also heute – sich selber, der Familie, Freunden oder Kollegen ein Brot zu backen. Das muss nicht perfekt sein, doch selbst gemacht ist eben selbst gemacht. Wer befürchtet, dass er mit seiner Backkunst sich selbst und andere gefährdet, sollte einfach beim Bäcker vorbei schauen. Das ist ohnehin immer eine gute Idee, schließlich sind sie es, die unser Gebet „Unser täglich Brot gib uns heute…“ Tag für Tag erhören.

Ich weiß nicht, ob es Zufall ist, aber heute ist auch der Welternährungstag, der wohl nicht ohne Grund auch Welthungertag heißt. Den Tag gibt es bereits seit 1979. Es ist schlicht eine Sauerei, dass man 40 Jahre später noch immer einen Welthungertag begehen muss. Hunger ist wohl eines der schlimmsten Verbrechen gegen die Menschheit. Noch nie hat sich wohl damit ein Gericht befasst. Wen soll man auch anklagen, wen zu was verurteilen?

Klar fallen mir da viele Schuldige ein und ich höre auch schon wieder die Gutmenschen, die daran erinnern, dass eben Menschen Hunger leiden und wie viele Tonnen Lebensmittel wir sinnlos wegwerfen. Doch mal ehrlich, würden wir Hungernden helfen, wenn wir nichts mehr wegwerfen, sondern diese in die Hungergebiete schicken. Das halte ich für postkoloniale Überheblichkeit der schlimmsten Sorte.

Wir sollten vielmehr dafür sorgen, dass sich die Menschen selber ernähren können. Dazu müssen wir – was wir gerade in Richtung Türkei nicht tun – dafür sorgen, dass es keine Kriege, keine bewaffneten Auseinandersetzungen mehr gibt. Auch in Europa hat der Hunger erst aufgehört, als wir aufhörten uns zu bekriegen. Wenn wir dann auch noch faire Handelsbeziehungen schaffen und uns nicht noch immer wie Kolonialherren aufführen, dann könnten wir eben viel entspannter den „Welttag des Brotes“ und unter anderem Vorzeichen den „Welternährungstag“ begehen.

Ich finde, man kann das eine tun, ohne das andere zu lassen. Setzen wir uns mit aller Macht und wo immer es geht dafür ein, dass niemand mehr ohne sein täglich Brot ist, dass er immer genug zu essen hat. Setzen wir uns aber auch dafür ein, dass wir, unsere Kinder und Enkel noch immer ihr Brot beim Bäcker-Handwerker kaufen können.

Ein Frühstück ohne das täglich Brot – mir macht das keinen Spaß.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 16.10.2019

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