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24.11.2020

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: SPAREN!

… am Weltspartag

Heute strömen alle zu ihren Banken und Sparkassen. Kindergartengruppen, Schulklassen, ganze Arbeitsteams und viele Gruppen von Altenheimbewohnern folgen den Einladungen ihrer Kreditinstitute.

Die wollen zu noch mehr Sparaktivitäten animieren, wollen sich dafür bedanken, dass so viele Menschen bei ihnen ihr Geld sparen. Auf die Kleinen warten Spiele und viele Geschenke. Es soll Leute geben, die haben nur deshalb bei mehreren Banken Konten, um überall heute beschenkt zu werden.

Nein, nein, ich bin nicht verrückt, ich leider auch nicht unter dem Wetterwechsel. Schön, ich stehe nach einer Zahn-OP noch unter Drogen, doch das ist nicht schlimm. Nein, nein, heute ist lediglich Weltspartag. Und der, so ist bei Wikipedia zu lesen, findet alljährlich in der letzten Oktoberwoche statt. Die Idee für diesen Tag geht auf den 1. Internationalen Sparkassenkongress (First International Thrift Congress) im Oktober 1924 zurück. Damals wollte man die Menschen zum Sparen anhalten, wollte sie animieren, ihren Notgroschen nicht unter dem Kopfkissen zu verstecken.

Ich erinnere mich als Kind, dass wir schon im Kindergarten, aber auch in den ersten Schuljahren immer gemeinsam zur Sparkasse pilgerten. Ob das zum Weltspartag war, kann ich nicht sagen, aber in der DDR war Sparen ebenfalls eine geförderte Tugend. Es gab sogar Kindersparbücher, auf denen man auch sehr geringe Summen einzahlen konnte.

Soweit ein Blick zurück. Und heute? Da sparen die Deutschen noch immer wie ihre Oma oder der Uropa. Doch tut man sich damit noch etwas Gutes an? Leider nein, Sparen lohnt sich schon lange nicht mehr – ganz im Gegenteil, wer heute sein Geld auf die Bank schafft, der wird Tag für Tag etwas ärmer. Die Stichworte lauten hier Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank und Inflationsrate.

Nach Berechnungen der Deka-Bank, dem Wertpapierhaus der Sparkassen, summieren sich die Kaufkraftverluste bundesweit auf 33,5 Milliarden Euro im Jahr. Das sind pro Kopf 378 Euro. Seit März 2016, dem Beginn der  Nullzinspolitik in der EU – also 43 Monate - hat jeder Deutsche im Schnitt knapp 1.355 Euro seines Sparguthabens verloren. 

Das klingt nun alles andere als ein gutes Modell für all die, die Sparbücher, Tages- und Festgeldkonten ihr eigen nennen. Und was machen die Deutschen, sie haben allein bei diesen Sparformen 2,5 Billionen Euro geparkt. Bei null Zinsen und einer Inflationsrate von 1,5 Prozent beträgt der Verlust… Ach rechnen Sie doch selber aus, was sie Tag für Tag, Jahr für Jahr als Sparer verlieren. Übrigens, bei dieser Berechnung spielen Bankgebühren oder gar Negativzinsen bei großen Vermögen noch gar keine Rolle.

Doch was tun? Nicht mehr sparen, alles sofort ausgeben? Das würde zumindest der Wirtschaft, zumeist der heimischen Wirtschaft helfen, weil die von einer starken Binnennachfrage profitieren. Was für die Wirtschaft gut ist, muss für „Otto Normalverbraucher“ noch lange nicht ratsam sein. Doch was dann? In Immobilien, in Gold und Diamanten sein Geld anlegen? Kann man machen, sollte aber bedenken, dass das viele machen und die Preise für solche Anlagen recht hoch sind. Dann sind da noch die Aktien oder für weniger Kundige die Fonds. Doch auch hier muss man mehr Zeit aufwenden als per Online-Banking man schnell das Tagesgeldkonto zu füllen.

Charmant klingt für mich, in Altenheimplätze zu investieren. Wer sich hier schlau macht, bekommt durchaus  nennenswerte Renditen und muss sich um seinen eigenen Platz im Altenheim keine Gedanken mehr machen.

Doch wie man mit dem Geld umgeht, das muss wirklich jeder für sich selber entscheiden. Vielleicht ist ja der heutige Weltspartag ein guter Anlass dafür.

Ich spare nicht beim Frühstück – das muss immer lecker sein.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 30.10.2019

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