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Lexus ersetzt den Rückspiegel durch Kameras

... nun auch in Europa

(Walther Wuttke, Auto-Medienportal.Net) Dorothy Levitt gehört zu den heute längst vergessenen Pionierinnen der Verkehrssicherheit, auch wenn sie sich ihrer weitsichtigen Empfehlung wahrscheinlich gar nicht bewusst war.

„Frauen“, so schrieb sie bereits im Jahr 1906, „sollten unter dem Fahrersitz einen kleinen Handspiegel mitführen und ihn von Zeit zu Zeit hochnehmen, um während der Fahrt im Verkehr nach hinten zu blicken.“ Die automobile Pionierin hatte ohne es zu wissen, den Rückspiegel erfunden. Es dauerte allerdings noch bis weit in die 1930er-Jahre, bis das Hilfsmittel behördlich verbindlich vorgeschrieben wurde.

Seit Jahrzehnten rollen nun die Automobile mit Rückspiegeln auf den Straßen, wobei sich Designer immer wieder daran versucht haben, die Rücksicht in die Form des jeweiligen Modells einzupassen. Dank der digitalen Technik öffnen sich nun ganz neue Möglichkeiten, den Rückspiegel durch Kamerasysteme zu ersetzen, was sich wiederum positiv auf die Formensprache der Modelle auswirkt. Allerdings entsprechen diese Lösungen nicht immer den ergonomischen Anforderungen, sind die Monitore im Innenraum entweder zu klein oder schlicht an der falschen Stelle platziert oder beides.

Jüngster Zugang in die Welt der digitalen Rückspiegel ist der Lexus ES, der in Japan bereits seit zwei Jahren – damals als weltweit erstes Modell – mit einem Kamerasystem unterwegs ist. Jetzt ist die Technik auch in Europa als Option (2000 Euro) für die höchste Ausstattungslinie Luxury Line (63.950 Euro) lieferbar. Das System besteht aus zwei hochauflösenden Außenkameras, die das Verkehrsgeschehen auf zwei rechts und links platzierte Monitore übertragen. Es dauert kurze Zeit, bis man sich an die neue Sichtweise gewöhnt hat. Natürlich geht der Blick auf den ersten Kilometern noch immer nach rechts oder links ins Nichts.

Dank der beiden gut angeordneten und hochauflösenden fünf Zoll messenden Monitore im Innenraum richten sich die Augen allerdings schnell auf die beiden kleinen Bildschirme, die in der Blickrichtung montiert sind, wo man auch den analogen Spiegel vermutet. So gelingt die Gewöhnung schnell, und nach einigen Kilometern werden die konventionellen Hilfen nicht mehr vermisst. Die beiden Kameras befinden sich in aerodynamisch gestalteten Gehäusen, die sich nahtlos in die Linienführung des ES einpassen und dank ihrer Formgebung die Windgeräusche deutlich verringern. Im Winter greift eine integrierte Heizung ein und verhindert das Zufrieren und das Beschlagen. Auch Regentropfen und Schneeflocken, die analoge Spiegel mitunter erblinden lassen, haben bei der Technik keine Chance, den Durchblick zu verschleiern.

Einstellen lassen sich die digitalen Rückspiegel über konventionelle Bedientasten, und außerdem kann beispielsweise die Helligkeit der Monitore den individuellen Wünschen angepasst werden. Auch beim Rangieren sind die beiden Kameras hilfreich, indem sie auf die Monitore Hilfslinien zaubern, mit denen die Abstände zu anderen Fahrzeugen angezeigt werden. Wird der Blinker gesetzt, wechselt die Anzeige automatisch auf eine hilfreiche Weitwinkelansicht, die auch beim Einlegen des Rückwärtsgangs eingesetzt wird. Diese Funktion kann vom Fahrer abgeschaltet werden, was allerdings in der Praxis nicht sinnvoll ist.

Während der Fahrt helfen zusätzliche Hilfslinien, den Sicherheitsabstand einzuhalten. Bis 70 km/h zeigen die Linien einen Abstand von fünf, zehn und 15 Metern an, danach gibt es noch eine zusätzliche Linie für 30 Meter Abstand. Das kann sich durchaus positiv auf das Punktekonto auswirken. Hilfreich beim Überholen ist auch der integrierte Tot-Winkel-Warner, der sich optisch unübersehbar im Monitor bemerkbar macht und die Situation schneller analysiert als es der analoge Blick in den konventionellen Spiegel vermag.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Walther Wuttke

 


Veröffentlicht am: 31.03.2020

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