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Läuft der Diesel immer noch auf Sparflamme?

Ute Kernbach, Auto-Medienportal.Net, sieht genauer hin

Diesel sind lahm, laut und stinken – Diese alte Erfahrung hat sich im kollektiven Gedächtnis festgesetzt. Doch moderne Diesel sind schnell, durchzugsstark, fast ebenso leise wie Benziner, verbrauchen deutlich weniger als die und ihr Abgas ist sauberer als die Luft, die sie „einatmen“. Die Technik passt.

Und dennoch haben erst die Stickoxid-Diskussion, dann die Betrugsaffären um die Abgasreinigung und dann die Klimaerwärmung den Diesel im öffentlichen und politischen Bewusstsein zum schlimmsten aller Verbrennungsmotoren werden lassen. Ist der Diesel jetzt am Ende? Das entscheidet auch der Käufer.

Insgesamt lag der Anteil der in Deutschland neu zugelassenen Pkw mit Dieselmotor vor zehn Jahren bei 42 Prozent. Doch 2019 waren es nur noch 32 Prozent. Aber immerhin hatte noch jede dritte Neuzulassung Selbstzünder unter der Motorhaube. Bei den schweren Fahrzeugen beherrscht der Diesel die Szene. Doch wegen ihrer großen Zahlen bestimmen die Kleinwagen und die Kompakten das Gesamtbild des Diesels. Deswegen haben sich die Marktexperten von Jato Dynamics diese Marktsegmente einmal genauer angesehen.

Bei Kleinwagen ist der Diesel Luxus


Bei Ford Fiesta, Opel Corsa, VW Polo und Co. war die Dieselpräsenz in den vergangenen zehn Jahren nie wirklich hoch. Von 2010 bis 2015 lag der Anteil der Diesel-Neuzulassungen in Deutschland zwischen zehn bis zwölf Prozent. Danach ging es bergab: Im vergangenen Jahr wurden nicht ganz 17.800 Diesel-Kleinwagen neuzugelassen, was einem Anteil von 4,3 Prozent entspricht. In den ersten zwei Monaten 2020 lag der Diesel-Anteil bei den Kleinwagen sogar bei nur 2,6 Prozent. Das liegt auch an der Tatsache, dass bei vielen Kleinwagen kein Diesel mehr angeboten wird: zu teuer, so dass bei den typischerweise nicht so großen Jahres-Fahrleistungen der Diesel seinen Vorteil des niedrigeren Verbrauchs nicht einspielen kann.

Den mit Abstand höchsten Selbstzünder-Anteil konnte dabei der Wolfsburger Polo verzeichnen, sein Anteil lag in 2019 bei 17 Prozent (2010: 18 Prozent; 2015: 18 Prozent; 1-2/2020: 7,3 Prozent). Die Diesel-Entwicklung beim Ford Fiesta und Seat Ibiza brach dagegen drastisch ein. Vom Spanier Ibiza konnten in 2010 noch knapp zwölf Prozent Dieselneuzulassungen (Ford Fiesta: 10,5 Prozent) registriert werden und in 2019 waren es nur noch 3,6 Prozent (Fiesta: 6,4 Prozent).

Die Golfklasse erlebt eine Trendwende

In der sogenannten Golfklasse veränderte sich der Dieselanteil in den vergangenen zehn Jahren ebenfalls deutlich, aber auf einem sehr viel höheren Niveau. Von 2010 bis 2015 stieg der Dieselanteil von knapp 36 Prozent auf rund 44 Prozent. Den höchsten Neuzulassungsanteil bei Dieselfahrzeugen konnten 2015 die folgenden Baureihen erreichen: Skoda Octavia (72,1 Prozent), Peugeot 308 (67,2 Prozent) und Renault Megane (54,6 Prozent) verzeichnen.

2017 wurde in der Kompaktklasse bei den Dieselzulassungen im Vergleich zu 2015 ein Minus von rund zehn Prozentpunkten auf 33,7 Prozent registriert. Die Talfahrt der Diesel ging mit einem Anteil von 26,4 Prozent in 2018 weiter, bevor sich dann 2019 ein leichtes Plus (27,8 Prozent) anzudeuten schien. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres kletterten die Selbstzünder-Neuzulassungen dann auf rund 30,4 Prozent. Den höchsten Diesel-Anteil im vergangenen Jahr konnten der Skoda Octavia (58,7 Prozent), der Peugeot 308 (43,4 Prozent) sowie der Ford Focus und VW Golf mit jeweils 36,2 Prozent verzeichnen.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Aral

 


Veröffentlicht am: 07.05.2020

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