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04.08.2020

 

 


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Morgengruß von Helmut Harff: Reich?

… mit 3.530 Euro im Monat?

Sie haben monatlich unter dem Strich mindestens 3.530 Euro verdient – nach Sozialversicherungsbeiträgen und direkten Steuern wie der Einkommensteuer und unter Einbeziehung von Mieteinnahmen, Renten oder Arbeitslosen- und Kindergeld? Sie sind Single? Dann herzlichen Glückwunsch – sie gehören zu den 10 Prozent, die zu den Topverdienern in diesem Land gezählt werden.

3.530 Euro netto im Monat – das klingt nun wirklich nicht danach, dass man zu den Superreichen des Landes gehören würde – nicht einmal unter den abhängig Beschäftigten. Wenn man mal ausrechnet, was man bei dem Gehalt bei 45 Arbeitsjahren im Leben verdient, so kommt man 1.906.200 Euro. Da bekommen Menschen in diesem Land schon mehr als Boni- und das im Jahr.

Doch was bekommt nun ein durchschnittlich Verdienender? Das waren 2017 1.946 Euro oder 1.050.840 Euro. Das ist immerhin ein Unterschied von 855.360 Euro. Eine hübsche Summe, finde ich. Doch folgt man der Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft, so werden lediglich 19 Prozent zu denen gezählt, die über ein Nettoeinkommen von mehr als 2.920 Euro verfügen. Mit anderen Worten, 81 Prozent gehören zum ärmeren Teil der Bevölkerung. Bei Paaren ohne Kinder verschiebt sich der Wert um jeweils 10 Prozent – es gelten „nur“ noch 71 Prozent als ärmer.

Schön, in den Zahlen sind weder Lottogewinne noch Erbschaften eingepreist. Doch mal abesehen von den wenigen Sechsern mit Zusatzzahl ist das „Risiko“ so richtig viel zu erben unter den durchschnittlich Verdienenden auch unterdurchschnittlich. Auch der eigene Nachwuchs kann sich ausrechnen, wenn die Eltern nicht zu den Topverdienern gehören, wie hoch ihr Erbe ausfallen wird.

Doch was sagt uns das? Es gibt einfach nicht genug Jobs, die richtig gut bezahlt werden. Ganz im Gegenteil, die meisten Menschen in Deutschland gehen für das sprichwörtliche „Butterbrot und ein Ei“ Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr arbeiten. Doch warum macht man das? Klingt doch eigentlich bekloppt. Man geht arbeiten und weiß, dass man zu denen gehört, über die die wenigen gut oder gar sehr gut Verdienenden nur lachen – zumindest hinter der Maske.

Doch haben die, die 3.530 Euro, die 4.000 oder 5.000 Euro verdienen – wohlgemerkt als Single – wirklich so viel zu lachen? Finden die, dass sie fair entlohnt werden, dass ihre Arbeitsleistung wirklich adäquat entlohnt wird? Da wird man wohl länger suchen müssen, bis man jemanden findet der diese Frage ohne Einschränkungen mit ja beantwortet. Doch was kann man tun, um wenigstens zu denen zu gehören, die so mit einem Bein auf der Stufe der Topverdiener stehen? Schon die Augen aufmachen, wenn es um die Berufswahl geht. Nicht jeder Traumjob wird auch traumhaft bezahlt. Man kann sich hoch arbeiten und so auch gehaltsmäßig aufrücken. Es gibt sicherlich noch einiges mehr, was man tun kann, um am Gehaltstag so um die 4.000 Euro überwiesen zu bekommen.

Doch ist das das allein selig machende? Macht es glücklich, zu den Topverdienern zu gehören? Weis der Volksmund nicht: „Geld befriedigt, aber macht nicht glücklich“? Schöner Spruch, wenn der Monat immer mehr Tage hat, als das Geld reicht. Und doch, ob für einem das Leben lebenswert ist, ob man es auch genießen kann, das hat nur teilweise mit den Einkünften zu tun. Ich jedenfalls kenne beide Typen – die einen, die darunter wie ein Hund leiden, dass sie eben nicht zu den Topverdienen gehören. Und ich kenne die, die auch mit weniger zufrieden sind, denen weniger Stress, weniger Verantwortung mehr wert ist, als im Leben fast 2 Millionen Euro zu verdienen.

Ganz ehrlich, ich würde einem hohen monatlichen Salär nicht die kalte Schulter zeigen – aber mein Aufwand dafür muss dem eben auch entsprechen. Über den jeweiligen Stundenlohn sagt die Studie nämlich gar nichts aus.

Geld hin, Geld her – so lange es für ein leckeres Frühstück mit der Besten Frau der Welt reicht, ist das Leben schön.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und Gesundheit.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Willibald, Edda, Firmin

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 07.07.2020

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