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Morgengruß von Helmut Harff: Sonderurlaub

… oder mal frühstücken in Paris

Sie wollen Ihr Heim renovieren? Der Zaun muss gestrichen werden? Der Oldtimer wartet darauf, endlich wieder fahrbereit zu sein? Sie wollen endlich Ihren ersten Roman beginnen oder vollenden? Die Doktorarbeit duldet keinen Aufschub? Warum tun Sie die Dinge nicht einfach? Keine Zeit?

Was soll diese Ausrede in dieser Zeit? Die gilt möglicher Weise zumindest für Arbeitnehmer in Kürze nicht mehr. Sie haben es garantiert in den Nachrichten gehört: Die Regierung, allen voran Gesundheitsminister Spahn, will Reiserückkehrer aus sogenannten Corona-Risikogebieten nicht mehr testen, sondern für drei Wochen in Quarantäne stecken. Drei Wochen? Das sollte doch für einiges der genannten Aktivitäten reichen. Da kann man Minister Spahn doch wirklich dankbar sein. Man muss nur nach Malle fliegen und hat anschließend Zeit.

Da gibt es einen Haken? Ach, Sie haben nicht mehr so viel Urlaub und können sich drei Wochen unbezahlten Urlaub nicht leisten? Das ist nicht schön, doch Sie haben die Rechnung ohne den Gesetzgeber gemacht. Wie das?

Ja, da habe ich heute früh beim Radio hören auch meinen Ohren nicht getraut, aber da erläuterte eine Rechtsexpertin, dass sich Arbeitnehmer gar keine Sorgen machen müssen. Sie meinte, dass man laut Seuchenschutzgesetz – so heißt das wohl – keinen Urlaub braucht, wenn man in Quarantäne geschickt wird. Es gibt auch das Gehalt weiter. Nein, darüber muss sich nun der Chef nicht die Haare raufen, das wird von allen Steuerzahlern übernommen – das zahlt der Staat.

Sollte die Regierung das nun so beschließen – keine Tests, sondern Quarantäne nach Reisen in Risikogebieten – so kann für viele diese Situation bis zum Sankt Nimmerleinstag anhalten. Wieso? Ganz einfach, man fährt zum Wochenend-Frühstück in ein Risikogebiet – beispielsweise nach Paris – und geht danach 21 Tage in Quarantäne. Nach den drei gut genutzten Wochen macht man das wieder und bekommt erneut drei bezahlte Wochen frei. Das ist nicht gerade nett und solidarisch ist das schon gar nicht. Doch ist man das in diesen Krisenzeiten?

Alle drei Wochen reisen? Das geht ins Geld, doch ich befürchte, dass man schon nachweisen muss, dass man aus einem Corona-Risikogebiet zurück kam. Ich vermute, dass da eine Restaurantrechnung, ein Museumsticket, ein Metro-Fahrschein oder eine Tankquittung aus der „bösen“ Region ausreichen wird. Warten wir mal ab, aber ich vermute auch, dass es Menschen gibt, die daraus ein Geschäft machen und solche Quittungen online zum Kauf anbieten. Zwei Tage Paris für 20 Euro – oder so.

Mal ehrlich, ich habe meinen Ohren nicht getraut, als ich das heute früh hörte. Die Gefahr, dass dieses Szenario so oder so ähnlich eintritt, ist ziemlich real. Genauso real ist dann die Gefahr, dass das nicht nur einige, sondern durchaus viele Menschen wie beschrieben ausnutzen.

Ich hoffe mal inständig, dass man diese Zeilen irgendwo ließt und einige Verantwortliche nachdenklich macht.

Warum ich nicht auch gleich nach Paris aufbreche? Weil all die Freiberufler in diesem Land ihre quarantänebedingten finanziellen Ausfälle wahrscheinlich nicht aus der Staatskasse ersetzt bekommen. Aber da muss ich nochmal recherchieren.

Doch egal wo, ich genieße mein Frühstück mit der Besten Frau der Welt in Paris oder in der Lausitz. Hier in Brandenburg ist es auf jeden Fall sicherer.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Monika, Gebhard, Vivian

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 27.08.2020

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