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Corona erweist sich als Treiber der Digitalisierung

... auch bei Versicherungen

Digitalisierung war schon vor der Corona-Pandemie im Trend. Doch durch Covid-19 hat diese Technologie einen erheblichen Sprung nach vorn gemacht.

Das Corona-Virus sei ein wichtiger Treiber der digitalen Transformation – in der Wirtschaft, im Arbeitsleben, in der Gesellschaft – sind sich die Experten überwiegend einig. Gleiches gilt für die Versicherungs-Branche. Denn laut einer aktuellen Umfrage der Kölner aktuariellen Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) sind Versicherte inzwischen eher bereit, sich mit digitalen Lösungen zu befassen – wie etwa der Telematik. Damit komme eine Entwicklung in Gang, die nicht bei dieser Technologie haltmache, meinen die Berater: „Das Fernziel des autonomen Fahrens rückt näher“, erklärt MSK-Geschäftsführer Onnen Siems. Intelligente Fahrzeuge, die wenig Unfallaufkommen verursachen (Vision Zero), stellten die Versicherer vor eine grundlegende Herausforderung, bilanziert Siems. Daher müssten diese nun ausgetretene Pfade verlassen und mehr Innovation wagen.

Die Kfz-Versicherer hierzulande sehen dies offenbar ähnlich. So wählten in der MSK-Umfrage unter Fach- und Führungskräften von 80 Kfz-Versicherungsunternehmen aus dem deutschsprachigen Raum Telematik und Autonomes Fahren mit jeweils 35 Prozent zu den wichtigsten Megatrends in der sogenannten K-Versicherung. Danach folgten die Themenfelder Car-Sharing, Elektromobilität und Digitalisierung mit jeweils 20 Prozent. Dabei handelt es sich interessanterweise ebenfalls um Bereiche, welche die Mobilität und das Verhältnis von Versicherten und Unternehmen als Ganzes betreffen, stellt MSK fest. Weitere Nennungen betrafen demnach neben Mobilität die Themen Tarifierung und Schaden mit jeweils 13 Prozent. Dazu verweisen die Verfasser der Untersuchung auf zusätzliche Anmerkungen der Befragten, die demnach darauf hindeuten, dass hierbei die zunehmende Automatisierung in der Schadenauswertung sowie die wachsende Rolle der Versicherungsmathematik im Fokus stehen.

Das Thema Telematik sei seit Jahren im Markt präsent, aber vielfach noch skeptisch gesehen worden, fasst MSK-Geschäftsführer Siems zusammen. Aus seiner Sicht waren es insbesondere die technischen Lösungen, die bisher nicht überzeugten: „Weder ODB2-Stecker noch teure Stecker im Zigarettenanzünder erscheinen den Meisten als gangbarer Weg. Das gleiche gilt für reine App-Lösungen sowie oberflächliches und/oder intransparentes Telematik-Scoring. Hinzu kommen datenschutzrechtliche Vorbehalte“, erläutert Siems.

Dessen ungeachtet scheinen die Telematik-Tarife unterdessen schon auf viel Interesse bei den Kfz-Versicherungskunden zu stoßen: Mittlerweile seien über 500.000 Telematik-Policen im Markt, recherchierten die Marktbeobachter. Davon sollen über 90 Prozent bei den beiden Marktführern HUK-COBURG und Allianz angesiedelt sein. Dies führen die MSK-Berater darauf zurück, dass die Telematik-Technik einen hohen Reifegrad zu geringen Stückkosten erreicht habe, wie Siems erklärt. Auch stünden vereinfachte Vertriebsoptionen durch weniger Tarifmerkmale zur Verfügung – bei zugleich höherer Risikodifferenzierung. Damit könne Telematik zu einer Plattform für viele Zusatzdienste ausgebaut werden, so die Marktkenner, wie etwa zur Parkplatzsuche, für Bonusprogramme oder situative Versicherungsofferten.

Ein wesentlicher Anteil an der bereits positiven Resonanz der Telematik-Policen bei den Versicherten dürfte aber ebenfalls dem Umstand geschuldet sein, dass die Kunden diese Tarife als besonders fair wahrnehmen. Denn schließlich gilt hierbei das Prinzip „pay-as-you-drive“, d. h. wer besser und sicherer fährt, zahlt weniger – bei der HUK-COBURG als Beispiel immerhin bis zu 30 Prozent gemessen an den konventionellen Verträgen mit Schadenfreiheitsrabatt.

Und wie funktioniert das konkret? Von einem Smartphone und/oder einer Telematik-Einheit im Auto werden Fahrdaten gesammelt und in den meisten Fällen per App über das Mobilfunknetz an einen Dienstleister weitergeleitet. Dieser wertet die Daten aus und ermittelt in der Regel einen sogenannten Score, also eine Wertung. Sie wird anschließend an den jeweiligen Versicherer übertragen und dient dort als Grundlage für einen individuellen Rabatt in der Autoversicherung. Der Score gibt dabei Auskunft über den Fahrstil des jeweiligen Autofahrers.

Wer als sicher fahrend bewertet werden möchte, sollte insbesondere immer ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug halten, die Geschwindigkeitsbegrenzungen respektieren, vorausschauend fahren, um starkes Bremsen und häufiges Beschleunigen zu vermeiden, sowie bei längeren Strecken regelmäßig und ausreichend Pausen einlegen. Eine solche Fahrweise senke generell das Unfallrisiko, betonen die Versicherer. Sie sehen daher in den Telematik-Tarifen nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Reflexion des eigenen Fahrverhaltens sowie zur Optimierung des Fahrstils und infolge dessen zur Senkung des allgemeinen Unfallrisikos im Verkehr, sondern auch zu einer Steigerung der Versicherungsgerechtigkeit – weil jeder durch besseres Fahren Geld sparen kann.

Und das Risiko, bei einer schlechten Bewertung draufzahlen zu müssen, besteht auch nicht, wie die HUK-COBURG betont. Denn wer den Telematik-Tarif bei diesem Kfz-Versicherer wählt, hat demnach keine Nachteile zu befürchten, sondern nur die Chance, sich zu verbessern. Deshalb sieht Deutschlands Branchen-Primus bei den Kfz-Versicherungen in den Telematik-Tarifen einen Vorteil für alle: risikoarmes Fahren, weniger Unfälle, geringere Kosten für Fahrer und Versicherung. Das sei gleich eine mehrfache Win-win-Situation, stellt die HUK-COBURG fest.

Mit fortschreitender Digitalisierung werden nicht nur solche Angebote zunehmen, sondern intelligente Lösungen für Mobilität insgesamt, erwarten Marktbeobachter. So wird nach ihrer Einschätzung das Autonome Fahren ebenso vorankommen wie vielfältige Zusatzdienste, die Mobilität in toto bequemer, sicherer und umweltverträglicher machen.

Quelle: Goslar Institut

 


Veröffentlicht am: 27.11.2020

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