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Pessimismuslevel noch nicht niedrig genug?

... fragt Benjamin Bente, Geschäftsführer der Vates Invest GmbH



Im antizyklischen Investieren ist die Beobachtung des Pessimismuslevels entscheidend. Denn grundsätzlich gilt: Großem Pessimismus folgen immer Gegenbewegungen.


„Dieses Level aber, auf dem der Boden erreicht wird, ist nicht fix, sondern muss anhand des wirtschaftlichen Umfelds eingeschätzt werden“, sagt Benjamin Bente, Geschäftsführer der Vates Invest GmbH. „Deshalb muss eine intensive Konjunkturbeobachtung die Sentimentanalyse begleiten.“

Immer dann, wenn es genug Pessimismus in den Märkten gibt, folgen Gegenbewegungen. Diese können durchaus heftig sein: fünf, zehn, vielleicht sogar 15 Prozent. Sentimentindikatoren messen das Level des Pessimismus und signalisieren dann antizyklische Long-Chancen, geben also ein Signal zum Einstieg. „Das Problem dabei: Es gibt nicht das Pessimismuslevel, das universell den Boden anzeigt“, sagt Bente. In Abhängigkeit vom konjunkturellen Umfeld ist mal mehr, mal weniger Panik nötig, um den Markt zum Drehen zu bringen. „Aber: Es gibt immer ein Panikniveau, auch in der schlimmsten Situation, das den Markt kurzfristig zum Drehen bringt, ohne etwas am mittelfristigen Trend zu ändern“, so Bente.

Dieses Paniklevel ist wesentlich extremer in einer desaströsen, übergeordneten, mittelfristigen Marktumgebung, zum Beispiel in einer Rezession, als in Phasen eines intakten konjunkturellen Aufschwungs. „Deswegen müssen diese Sentimentsignale anhand des konjunkturellen Umfeldes gefiltert werden und nicht pauschal bei bestimmten Werten antizyklische Käufe auslösen“, sagt Bente. „Wenn man immer auf besonders extreme Paniklevels wartet, wird man in den allermeisten Marktumfeldern nie ein Long-Signal bekommen“, so Bente. „Kauft man hingegen stets bei den ersten Anzeichen von Panik, wird man in Bärenmärkten häufig zu früh kaufen.“

Deshalb wird der Sentimentkomponente die Makrokomponente vorgeschaltet. „Wir sind der Überzeugung, dass das mittelfristige Umfeld von den Makrofaktoren Konjunktur und Geldpolitik geprägt wird“, sagt Bente. „Und je nachdem wie gut oder schlecht sie sind, ist weniger oder mehr Pessimismus nötig, um antizyklische Signale zu produzieren.“ Doch nicht jedes antizyklische Sentimentsignal geht auf. „Eine hundertprozentige Trefferquote gibt es nicht“, sagt Bente. Das kann daran liegen, dass es sich schlicht um ein Fehlsignal handelt. Aber es gibt noch eine zweite Erklärung: Das übergeordnete Marktumfeld wurde falsch eingeschätzt.

„Wenn das Pessimismuslevel Käufe signalisiert und sich die Märkte doch nicht fangen, sondern weiter in die Tiefe rauschen, dann oft, weil das mittelfristige Marktumfeld zu positiv eingeschätzt wurde“, sagt Bente. Das bedeutet für die Analyse: Wenn ein Sentiment eigentlich genug Panik signalisiert für eine Bodenbildung, diese aber nicht eintritt und die Märkte weiter fallen, dann ist die Rezession doch näher oder tiefer als bislang gedacht. „Die Märkte sind manchmal schneller bei der Beschreibung der Konjunktur als die Vorlaufindikatoren“, sagt Bente. Das hat dann der Konjunkturindikator Aktienmarkt mit seinem Durchrauschen durch die Sentimentniveaus indiziert.

 


Veröffentlicht am: 13.05.2022

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