
Die 66 Sparvorschläge, mit denen man das Milliardendefizit in der Krankenversicherung reduzieren will, machen die Runde. Noch sind nur wenige Punkte bekannt. Wie ich erfuhr, gehört zu den Vorschlägen auch ein sogenannter Grill-TÜV.
Grill-TÜV? Haben nicht alle handelsüblichen Grillgeräte ein Prüfsiegel? Ja, haben sie, doch es gibt unzählige selbst gebaute Grills und sehr viele gekaufte werden auch nicht so betrieben, wie von den Herstellern angegeben. Die Folge sind allein in Deutschland jährlich etwa 4.000 Grillunfälle, die zu rund 400 bis 500 schweren Brandverletzungen führen.
Mal abgesehen vom persönlichen Leid, ist die Behandlung von Brandopfern – darunter viele Kinder – sehr kostenintensiv. 100.000 Euro für die Behandlung, die Jahre dauern kann, sind da eher ein Mittelwert. Das heißt, dass allein die schweren Grillunfälle den Krankenkassen 50 Millionen Euro kosten. Die weniger schweren Unfälle mitgerechnet, kommt man schnell auf 100 Millionen Euro, die alle vermeidbar sind.
Sie sind vermeidbar, wenn die Grills vor Ort auf ihre Sicherheit überprüft werden. Genau das ist einer der 66 Vorschläge. Genauer sollen nur noch dann bei Unfällen die Kassen die Kosten tragen, wenn der Grill eine aktuelle TÜV-Plakette trägt, ähnlich wie ein Auto nach der HU.
Geplant ist, den Grill-TÜV ab dem 1. April einzuführen.
Mein Frühstück mit der Besten Frau der Welt kommt nicht vom Grill.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Irene, Irina, Hugo
Bild: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Grill-TÜV
… eine Schnapsidee oder ein Kostensenker?
Veröffentlicht am: 01.04.2026
Ausdrucken: Artikel drucken
Lesenzeichen: Lesezeichen speichern
Feedback: Mit uns Kontakt aufnehmen
Twitter: Folge uns auf Twitter
Facebook: Teile diesen Beitrag auf Facebook
Hoch: Hoch zum Seitenanfang




